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Pumpen-Hersteller mit Sitz in Erkrath sorgt sich um die Umwelt

Erkrath : Grundfos setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen bei der Firma an erster Stelle. Das zeigt auch der Umzugswagen für den Düsseldorfer Karneval.

Zehn Firmen dürfen alljährlich im Düsseldorfer Rosenzug mit einem eigenen Wagen vertreten sein, sofern ihre Vorentwürfe Gnade vor den Augen von Satiriker und Zugdesigner Jacques Tilly finden und er etwas daraus machen. Der Erkrather Vertriebszentrale eines dänischen Herstellers für Flüssigkeitspumpen ist das in diesem Jahr gelungen, mit einem weltbewegenden Wagen-Thema: „Wasser is Läwe“, auf Hochdeutsch „Wasser ist Leben“, informiert Grundfos-Sprecher Dirk Schmitz.

Das kommt nicht von ungefähr, denn die Firma ist nach eigenen Angaben weltgrößter Hersteller von Pumpsystemen – für Heizungen, Wasseraufbereitung, für Wasserver- und Entsorgung im privaten und gewerblichen Bereich. Ihr Geld verdient sie unter anderem mit dem Hinweis, dass noch immer viele Wasserpumpen auf Volllast laufen – ganz egal, wie viel Wasser tatsächlich gerade benötigt wird. Durch digitale Überwachung kann die Firma aber längst den Tagesbedarf ermitteln und ihre neuesten Pumpen exakt danach einstellen. So kann der Energieeinsatz für eine Wasserpumpe erheblich reduziert werden, und Energiesparen ist bekanntlich Klimaschutz. Und der Staat finanziert den Pumpenaustausch sogar noch durch eine Förderprogramm zumindest teilweise mit.

Grundfos spendet Geld
für nachhaltige Projekte

Für den Düsseldorfer Karnevalszug ist die Firma allerdings eher durch ihr soziales Engagement für sauberes Trinkwasser überall auf der Welt interessant geworden, unterstreicht Sprecher Dirk Schmitz. Ein Beispiel sind die jeweils 1000 Euro, die Grundfos für jedes sechste und 13. Tor spendet, das bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft im Handball fällt. Dieses Geld fließe dann in Projekte zur Umsetzung der insgesamt 17 von der Uno formulierten Ziele für nachhaltige Entwicklung. „Bei Ziel sechs geht es um die Bereitstellung sauberen Wassers und sanitärer Einrichtungen und bei Ziel 13 um die Bekämpfung des Klimawandels, daher unsere Spenden für die jeweiligen Tore“ erläutert Schmitz, und untermauert die Notwendigkeit mit Zahlen: Weltweit hätten 844 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 80 Prozent des Abwassers würden ohne Aufbereitung der Natur überlassen.

Aber nicht nur Entwicklungsländer hätten Probleme mit Wasser, sagt Schmitz. Dürrezeiten, Qualitätsprobleme und Überschwemmungen beträfen nicht immer nur die anderen. Auch verlieren Städte hierzulande teilweise bis zu 60 Prozent des gepumpten Wassers durch Lecks in Rohren, was wiederum mit der Verschwendung von Energie und Geld für fördern, aufbereiten und transportieren des Wassers einhergehe. „Wir müssen Wasser wertschätzen und dürfen es nicht als selbstverständlich ansehen“, so Schmitz. Sein Arbeitgeber lege ganz allgemein Wert auf Klimaschutz, etwa durch gut gedämmte Gebäude, möglichst vollständige Wiederverwertung von Wasser in der Produktion und farbverlustfreie Lackierung.

Seine Recyclingquote von 95 Prozent bei ausgedienten Pumpen wolle das Unternehmen auf 100 Prozent steigern, mit zwei Effekten: Spareffekt beim Rohstoffeinkauf und Klimaschutz durch lückenlose Kreislaufwirtschaft.