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Polizei stoppt in Erkrath nur wenige Licht-Sünder

Pflanzaktion des "Freundeskreis für Flüchtlinge Erkrath e. V" : Großkontrolle: Polizeibeamte überprüfen Beleuchtung

Drei Stunden lang nahm die Polizei Scheinwerfer und Rückleuchten am Ortseingang Erkrath unter die Lupe.

Eine groß angelegte Allgemeine Fahrzeugkontrolle mit dem Schwerpunkt auf dem Zustand der Beleuchtung fand am Montagabend an der Düsseldorfer Straße kurz hinter dem Ortseingang Erkrath statt. Sechs Beamte der Direktion Verkehr unter der Leitung des Ersten Polizeihauptkommissars Ulrich Laaser waren ab 18 Uhr drei Stunden lang im Einsatz, um bei den aus Richtung Düsseldorf kommenden Pkw, Lkw, Motor- und Fahrrädern den Zustand von Scheinwerfern und Rückleuchten sowie bei den motorisierten Fahrzeugen auch den der Kennzeichenbeleuchtung zu überprüfen.

„Wir haben ganz bewusst den Zeitpunkt nach der Zeitumstellung gewählt. Außerdem läuft noch bis Ende des Monats in vielen Werkstätten die kostenlose Überprüfung der Beleuchtung im Rahmen der jährlichen Lichttest-Aktion“, berichte Landrat Thomas Hendele, der – sehr zur Freude der Beamten – ebenfalls vor Ort war. „Das ist nicht selbstverständlich, dass ein Landrat sein Interesse und seine Wertschätzung unserer Arbeit zeigt, indem er bei solch einer Aktion vorbei kommt“, bedankte sich der Leiter der Verkehrsdirektion auch im Namen der Kollegen. „Zumal es auch wirklich kalt ist“, ergänzte er.

Hendele und Laaser stellten in einer kurzen Zwischenanalyse fest: „Noch vor ein paar Jahren hatten deutlich mehr Autos den Aufkleber ‚Lichttest‘ mit der jeweiligen Jahreszahl in der Fensterscheibe kleben“. Dies liege jedoch nicht zuletzt daran, dass die überwiegende Zahl der Fahrzeuge heute mit LED- oder Xenon-Leuchtmittleln ausgestattet seien.

LED- und Xenon-Leuchtmittel halten deutlich länger

„Diese Leuchtmittel halten wesentlich länger und müssen nicht so oft ersetzt werden wie ganz früher die Glühbirnen oder dann die Halogen-Leuchten“, erläuterte Laaser. Daher mussten an diesem Abend auch nur wenige Autos gestoppt werden. Die Entscheidung, welches Auto kontrolliert wurde, traf der Kollege, der etwa einen Meter Richtung Ortsausgang stand. „Im Gegensatz zu uns hat er auch die Rücklichter oder die Kennzeichenbeleuchtung im Blick“, erklärte Polizeikommissar Dirk Fischer, wie der Ablauf der Kontrolle ist. Er schwenkte dann vor dem betreffenden Fahrzeug den grell orangenen Leuchtstab, um sie zum Herausfahren aufzufordern. Die Verständigung zwischen den Kontrollierenden erfolgte per Funk.

„Der Kollege hat noch eine weitere Funktion. Falls jemand der Aufforderung zum Herausfahren nicht nachkommt, nähme er dessen Verfolgung auf“, so Ulrich Laaser. Doch dazu kam es an diesem Abend nicht. Vielfach war es die Nummernschild-Beleuchtung, die beanstandet wurde.

Nach der Kontrolle von Fahrzeugschein und Führerschein mussten die Fahrer alle Lichter einzeln vorführen. Gab es etwas zu beanstanden, wie bei einem jungen Mann, dessen Seat eine defekte Kennzeichenbeleuchtung und ein ebensolches Bremslicht aufwies, erhielten die Fahrer einen Kontrollbericht, auf der die Beanstandung vermerkt wurde. „Das Doppel geht zum Straßenverkehrsamt. Sie haben jetzt etwa eine Woche Zeit, die Mängel beheben zu lassen. Lassen sie sich dies auf ihrer Karte von der Werkstatt bestätigen und schicken sie sie dann auch an das Straßenverkehrsamt zurück“, erklärte Polizeikommissar Stefan Stader dem jungen Mann das weitere Prozedere.

Wie alle, bei denen es an diesem Abend etwas zu beanstanden gab, zeigte auch der junge Mann sich absolut einsichtig – und hielt die Kontrolle für eine sinnvolle Sache. Funktionierendes Licht am Fahrzeug schützt schließlich alle
Verkehrsteilnehmer.