Peter Richter und Hendrik Foth nehmen Abschied von der Hochdahler Sternwarte

Ab sofort Neuer Vorstand in Hochdahl : Sternwarte hat eine neue Leitung

Nach vielen Jahren treten die führenden Köpfe Peter Richter und Hendrik Foth zurück.

Eine Ära ist zu Ende gegangen. Peter Richter hört nach 27 Jahren als Vorsitzender des Vereins „Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl“ (snh) auf. Bei der zweijährigen Mitgliederversammlung am Mittwoch wurde ein neuer Vorstand gewählt. Peter Richter, Diplom-Ingenieur und promovierter Ökonom, gestaltete seinen Abschied in der ihm eigenen Art: bescheiden, undramatisch und mit einer Prise Humor.

„Eine Kölner Beerdigung ist lustiger als Sauerländer Karneval“, zitierte Richter aus dem Volksmund. Vor Beginn habe er schon gedacht, die Mitglieder guckten wie Sauerländer Karneval. Verständlich, wenn eine über 30-jährige, erfolgreiche Ära zu Ende geht.

Dem neuen Vorstand wünscht Richter viel Innovationen

Doch das muss nicht heißen, dass es nun weniger erfolgreich wird. „Wichtig für den neuen Vorstand wird sein: Innovation, Innovation, Innovation“, gab Richter seinen Nachfolgern mit auf den Weg. Für ihn sei nach 27 Jahren als Vorsitzender „auch mal Feierabend“.

„Wichtig ist, dass der Laden brummt und es weitergeht“. Richter würdigte noch seine langjährigen Mitstreiter, insbesondere die Sekretärinnen, und schloss mit den Worten: „Meine Damen und Herren, das war‘s. Schönen Dank“.

Seinen Rückzug hatte Richter lange vorher angekündigt, daher war zur Mitgliederversammlung alles vorbereitet. Ein neuer fünfköpfiger Vorstand stand in den Startlöchern, um „Grünes Licht“ durch das Mitgliedervotum zu empfangen. Weitere Vorschläge oder Einsprüche gab es nicht, so dass die fünf „en bloc“ gewählt werden konnten: Neue erste Vorsitzende ist Katrin Fortak, die 2007 zusammen mit ihrem Mann in den snh eingetreten war. „Wir haben damals viel renoviert und die Astronomie im Observatorium aufleben lassen“, erzählte die Diplom-Physikerin und zweifache Mutter.

Seitdem sei ihr der Verein sehr ans Herz gewachsen. Zweiter Vorsitzender ist nun Max Mucha, der Dr. h.c. Hendrik Foth beerbt, welcher ebenfalls nach rund 30 Jahren aktiver Vereinsarbeit gemeinsam mit Peter Richter abtritt. Max Mucha studiert Physik in Bonn und hatte deshalb zwei Stimmen gegen sich: Die seiner Eltern, die befürchteten, dass sein Studium und dem Ehrenamt leidet.

Alte und neue Geschäftsführerin bleibt Irmgard Rüffer. Die ehemalige Steuerfachassistentin überzeugte die Mitglieder mit einem Vortrag über die Aktiva und Passiva des Vereins von ihrer Qualifikation und will noch mindestens zwei Jahre weitermachen.

Den Vorstand komplettieren Jan Sundermann (Diplom-Ingenieur im Eisenhüttenwesen) und Christian Müller (Elektrotechniker) als Beisitzer. „Es hat nun 13,8 Milliarden Jahre gedauert, bis der snh seine erste weiblichen Vorsitzende bekam“, kommentierte Versammlungsleiter Joachim Wallasch.

Er wünschte dem neuen Vorstand ein glückliches Händchen und „Hendrik und Peter alles Gute für den Unruhestand“. Letzterer wurde spontan und einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Das aktuelle Programm der Sternwarte gibt es im Internet zu sehen.

snh.nrw