Parkplatznot am Friedhof

Falsch abgestellte Autos in Alt-Erkrath werden zur Gefahr.

Erkrath. Es ist eine heikle Sache: Für den Friedhof an der Erkrather und Kreuzstraße gibt es nur einen Parkplatz mit Stellflächen für rund 16 Autos. Für die Gäste einer kleinen Trauerfeier ist das ausreichend — wird jemand bestattet, dem besonders viele Menschen die letzte Ehre erweisen wollen, wird es schnell eng auf dem Parkplatz. So war es auch am Montag wieder: Ein Großteil der Besucher hatte seine Fahrzeuge am Fahrbahnrand, halb auf dem Bürgersteig, abgestellt.

„Die schwierige Parksituation am Friedhof ist uns bekannt“, sagt Ordnungsamtsleiter Jochen Worbs. „Wir schreiten dort aber nur ein, wenn ein Wagen so abgestellt ist, dass von ihm eine Gefahr für andere ausgeht.“

Die Polizei bewertet die Situation schärfer. „Bei allem Mitgefühl für die Trauernden. Es ist nicht statthaft, sein Auto so abzustellen“, sagt Polizeisprecher Frank Sobotta. „Es handelt sich dort um einen gemischten Rad- und Gehweg. Wenn dann Autos den halben Weg zustellen, trägt das nicht zur Sicherheit bei.“ Die Fahrbahn dort sei nicht geeignet, als Parkfläche mitbenutzt zu werden, vor allem, weil der Ortseingang in kurzer Entfernung sei.

Wer aus Richtung Unterfeldhaus kommt und die erlaubten 100 Stundenkilometer nicht rechtzeitig abbremst, muss gegebenenfalls mit hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn ausweichen. „Das ist nicht ungefährlich“, betont Sobotta. „Eine Beerdigung kommt in der Regel nicht so überraschend, als dass man sich nicht Gedanken über die Anfahrt machen kann.“

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