Neuer Lift am Bavierhaus

Mehr als 83 000 Euro sind für den Aufzug bereits zusammengekommen. Am 22. Oktober soll er fertig sein.

Erkrath. „Erkraths größte Spendenaktion geht auf die Zielgerade“, sagt Hans-Dieter Henrichs, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender des evangelischen Altenheims Haus Bavier und Haus Bodelschwingh. Seit nahezu fünf Jahren setzt er sich dafür ein, dass im Haus Bodelschwingh ein zweiter Aufzug gebaut wird. Am 22. Oktober ist es endlich soweit: Der Aufzug wird fertig sein. Aber zur kalkulierten Spendensumme von 100 000 Euro fehlen jetzt noch fast 17 000 Euro.

Dass in den vergangenen Jahren 285 Einzelspender die stolze Summe von mehr als 83 000 Euro aufgebracht haben, macht laut Henrichs die „größte Spendenaktion“ der Stadt aus. Sie begann mit einer einstündigen Wartezeit, die einst Besucher einer Veranstaltung im Dachstudio von Haus Bodelschwingh hinnehmen mussten.

Für Hans-Dieter Henrichs war das nicht zeitgemäß. Er nahm die Spendenaktion in Angriff. „Wir Hauptberuflichen hätten ein solches Projekt nicht stemmen können“, sagt Jürgen Feuersänger, Einrichtungsleiter im Haus Bavier und Haus Bodelschwingh. Stolz fügt er hinzu: „Dazu bedarf es unserer einsatzfreudigen Ehrenamtler, wie Henrichs einer ist.“

Ungezählte Spendenaufrufe in der Gemeinde und bei Freunden hat Henrichs schriftlich formuliert oder auch persönlich ausgesprochen. Die Persönlichkeit und die Glaubhaftigkeit des Spendensammlers haben den Erfolg der Aktion ausgemacht, ist sich Feuersänger sicher.

Die Kosten des „Leuchtturms von Erkrath“, so der Beiname des Projekts, betragen allerdings 420 000 Euro, was unter anderem dem gewaltigen Fundament geschuldet ist, das für die Sicherheit des Außenaufzuges notwendig geworden war.

Das Deutsche Hilfswerk (Fernsehlotterie) fördert das Projekt mit 100 000 Euro, die NeanderDiakonie in Mettmann als Trägerin des Altenheims — finanziert den Rest. Die Zusage war schon früh erteilt worden. Nun hofft Hans-Dieter Henrichs für den Rest der erforderlichen Summe von weniger als 17 000 Euro auf „Freundlichkeit, Großmut, Kreativität und Bürgersinn“ in der Stadt Erkrath.