Max und Maren führen die Nachwuchsnarren

Max und Maren führen die Nachwuchsnarren

Das Kinderprinzenpaar wird beim Sommerfest der „Großen Erkrather“ vorgestellt. Es freut sich auf eine besonders lange Session.

Erkrath. Max I. ist ein ziemlich cooler Typ: längere Haare, Sommersprossen, pfiffiges Grinsen. Zu seinem Job als Prinz ist er gekommen wie die Jungfrau zum Kind. „Mein Papa hat davon gehört, dass die einen Prinzen suchen, hat mich gefragt und ich hab gesagt, okay, mach ich“, erzählt der Zehnjährige selbstbewusst, während er im Eiscafé ein Spaghettieis verdrückt. Neben ihm „seine“ Prinzessin, Maren I., gut einen Kopf größer, lange geflochtene Haare. Mit dem Löffel kratzt die 12-Jährige das letzte bisschen Bananensplit auf. „Lecker“, resümiert sie, „ne Max?“

Maren und Max: Klar, dass das Motto ihrer diesjährigen Rede „die beiden M’s“ heißt. Sie kennen sich erst seit kurzem, finden sich aber beide ziemlich klasse. „Die würde ich auch in echt als Prinzessin nehmen“, sagt Max lässig. „Wir waren zusammen im Freizeitpark Irrland in Kevelar, das war total super“, erzählt Maren und ihre Mutter nickt. „Die beiden haben sich echt gefunden“. Nun also werden die zwei die kommende Karnevalssession bestreiten, die diesmal recht lang ausfällt und daher viele Auftritte mit sich bringt.

Max I. über seine Prinzessin Maren I.

„Das noch amtierende Kinderprinzenpaar hatte 35 Auftritte“, erzählt Jennifer Wolffram, Tochter des Vorsitzenden der „große Erkrather“ und seit zwei Jahren Betreuerin der Kinderpaare. Besuche in Kindergärten, Grundschulen, Altenheime, Auftritte bei Karnevalssitzungen, all das gehört zu den Aufgaben des jungen Paares. „Allein an Altweiber werden sie acht Auftritte haben“, erklärt Udo Wolffram, „danach dann pro Tag ein oder zwei. Wir achten sehr darauf, dass das nicht in Stress für die beiden ausartet, sondern Freude bereitet. Sie könnten noch viel mehr Auftritte haben, aber wir lehnen einiges ab, damit es einfach nicht zu viel wird.“

Maren I. besucht die Gesamtschule am Hildener Schulzentrum, kommt nach den Ferien in die siebte Klasse, Max I. wechselt von der Johannesgrundschule zum Neandertaler Gymnasium. Bislang hat Max nur mit dem Kamellefangen Erfahrungen, Maren dagegen schon mit dem Werfen, mehrfach ist sie auf dem Wagen der IG Erkrath mitgefahren. „Das macht total Spaß, ich freu’ mich jetzt schon drauf“, erzählt die Zwölfjährige und lacht, so wie eigentlich immer. Beim Pressefoto wirken die beiden auch ziemlich gechillt, fast schon wie kleine Profis. „Naja, ich kenn das schon“, kommentiert Max verschmitzt, „ich werd ja oft von Oma und Opa fotografiert.“

Adjutantin der Prinzessin wird die noch amtierende Lena I., bei Max wird es sein kleiner Bruder Jonathan sein. Der ist ganz heiß auf seine kommende Aufgabe. „Ich werde das Buch tragen“, erklärt der Siebenjährige stolz, „und ich werde sowieso bald der neue Prinz, das weiß ich“. Doch da muss er sich noch gedulden: Kinderprinzenpaare sind in der Regel zwischen neun und 13 Jahre alt. Stephan Bednarski, Vater von Max und Jonathan, ist offensichtlich ziemlich stolz auf seine Jungs, und auch Mutter Sonja ist überzeugt: die machen das richtig gut. „Max ist ein sehr sozialer Mensch, nett und freundlich, der passt super in die Prinzenrolle.“

Jetzt steht erst einmal die letzte Kostümprobe an, dann wird das Kinderprinzenpaar am kommenden Samstag beim Benefiz-Sommerfest der „Großer Erkrather“ der Öffentlichkeit vorgestellt (ab 14.11 Uhr in der Markthalle). Für beide, Maren und Max, kein Grund für Lampenfieber. „Ach quatsch“, winkt Max cool ab, „das ist doch locker. Ich bin viel aufgeregter wegen meiner neuen Schule nach den Ferien.“

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