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Mängelmelder ist in Erkrath kein Garant für schnelle Hilfe

Erkrath : Großer Ärger über den Mängelmelder der Stadt

Auch die Rückmeldefreudigkeit der Stadt Erkrath lässt noch zu wünschen übrig, bemängelt eine Leserin.

(hup) Wenn der Bürger einen Missstand in der Stadt bemerkt, möchte er ihn so schnell wie möglich behoben sehen. Für den kurzen Weg in solchen Angelegenheiten hat die Stadt Erkrath eine Beschwerdestelle eingerichtet, die per Telefon oder E-Mail mühelos erreichbar ist. Mittlerweile gibt es auch eine Handy-Applikation namens „tellme Mängel“, mit der per Smartphone auf wilde Müllkippen und weitere Mängel im Stadtgebiet aufmerksam gemacht werden kann.

Diese App wird auch genutzt, aber schnelle Abhilfe sei noch lange nicht immer garantiert, meldet jetzt eine Erkratherin. Seit mehr als einer Woche wartet sie nun schon auf eine Rückmeldung zu ihrer Eingabe bei „tellme Mängel“. Es geht um Unkraut auf den öffentlichen Parkplätzen an der Straße Am Rosenberg. Sie frage sich seit Jahren, wann der Wildwuchs endlich einmal entfernte werde. Und warum dauert es so lange, bis man nach Meldung bei „­tellme“ mit Abhilfe in Wort und Tat rechnen kann?

Dazu erläutert die Stadtverwaltung erst einmal das generelle Prozedere: Beim Eingang einer Beschwerde leitet die Beschwerdestelle diese an den entsprechenden Fachbereich weiter und legt sich den Vorgang auf Wiedervorlage. In den meisten Fällen gebe es eine zügige Rückmeldung aus den Fachbereichen, die dann an den Beschwerdeführer weitergeleitet werde, sagt Stadtsprecherin Maria Steinmetz. Problem: Aktuell sei die Beschwerdelage sehr hoch und zudem befände man sich mitten in den Sommerferien, so dass nicht alle Kollegen der Verwaltung vor Ort seien.

Falls es innerhalb von zwei Wochen keine Rückmeldung aus dem Fachbereich gebe, hake die Kollegin von der Beschwerdestelle noch einmal nach und gebe parallel auch eine Rückmeldung an die Beschwerdeführer, dass noch an dem Vorgang gearbeitet werde. Das Rosenberg-Anliegen sei sofort an den Fachbereich weitergeleitet worden, der zuständige Kollege befände sich jedoch im Urlaub. Sobald er wieder im Dienst sei, gebe es auch eine Rückmeldung.

Allerdings könne der Parkplatz nicht „mal eben“ gereinigt werden, denn er müsse dafür ja vollständig gesperrt werden. Dies gelte für alle öffentlichen Parkplätze im Stadtgebiet, sie könnten nur mit längerer Vorplanung in Ordnung gebracht werden. Der Parkplatz am Rosenberg werde – wenn dies nicht schon vorgesehen sei – schnellstmöglich in die Reihenfolge aufgenommen, verspricht Maria Steinmetz.

Ganz zufrieden zeigte sich die Erkratherin allerdings mit dieser Auskunft nicht. „Man hätte außer der automatischen Rückantwort ja mal eine weitere E-Mail schicken können, wie die Sachlage aussieht“, betont sie.