Lucy ist Erkraths beste Vorleserin

Wettbewerb : Erkrath hat eine Vorlesekönigin: Lucy Reuter

Zwei Jungen und drei Mädchen stellten sich beim Vorlesewettbewerb der Jury.

. Es herrschte Aufregung in der Erkrather Bibliothek, nicht nur bei den Wettbewerbsteilnehmern, sondern auch bei den Eltern, Geschwistern und Lehrern, die im Publikum saßen und mit ihren Favoriten fieberten. In der ersten Runde durften die Schüler Ausschnitte aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen. Die zweite Runde barg dann die Herausforderung, einen ihnen völlig fremden Text zu lesen. Dafür hatte Sara Willwerth von der Buchhandlung Weber, die den Vorlesewettbewerb organisiert, ein noch unveröffentlichtes Buch ausgesucht. In „Die Monsterprüfung“ von Andrea Martin geht es um den Jungen Robin, der im geheimnisvollen Haus seines Onkels Rufus lebt und von einem kuscheligen Monster namens Melvin beschützt wird. So nahmen die fünf Vorleser ihr Publikum mit auf ein heiteres Abenteuer, bei dem Chili-Omelette und ein seltsamer Spiegelschrank eine Rolle spielten.

Emma Gabriel (10) liest zuhause normalerweise leise. „Aber wegen des Wettbewerbs habe ich angefangen, meiner Schwester laut vorzulesen“, erzählt sie. Leon Friederichs ist Harry-Potter-Fan. „Ich bin gerade beim zweiten Band“, verrät der Zwölfjährige. Zuhause liest er jeden Tag. „Das macht Spaß“, sagt Leon. Janis Aleksev hat aus seinem Lieblingsbuch „Die drei Superbrillen“ vorgelesen. „Ich lese, bevor ich schlafen gehe“, erzählt der Zwölfjährige. Das Buch hat er noch nicht ganz durch. „Ich habe mit meiner Lehrerin zusammen geübt und auch zuhause sehr viel gelernt“, sagt er über seine Wettbewerbsvorbereitungen.

Lucy Reuter hat ein Fantasybuch mitgebracht: „Das magische Zaubertandem“. „Ich lese gerne solche Bücher oder Krimis“, verrät die Elfjährige. Sie lese die meiste Zeit leise im Kopf. „Es dauert immer, bis ich ein Buch anfange“, gibt sie zu, „aber dann kann ich nicht mehr aufhören.“ Nora El Soudani (12) hat sich für den Wettbewerb einen Klassiker ausgesucht, Pippi Langstrumpf. „Ich habe das Buch erst vor zwei Tagen bekommen“, erzählt sie. So war die Vorbereitungszeit für den Wettbewerb recht knapp bemessen.

„Ich habe meiner Schwester und meiner Mutter vorgelesen“, sagt Nora. Am Ende hatte die dreiköpfige Jury keine ganz einfache Entscheidung zu treffen, denn die fünf Kandidaten waren alle überzeugend. Schließlich fiel die Wahl auf Lucy Reuter. Die Elfjährige darf nun beim Kreisentscheid in Langenfeld antreten. „Der Kreis Mettmann ist in ganz NRW der einzige, bei dem die Schüler einmal mehr antreten müssen“, erzählt Bibliotheksleiterin Anne Heimansberg-Schmidt, und zwar beim Stadtentscheid und beim Kreisentscheid. „Weil der Kreis Mettmann so groß ist.“

Bei der Siegerehrung waren dann aber doch alle Teilnehmer Sieger, denn alle Jungen und Mädchen bekamen ein Buchgeschenk und einen bunten Becher überreicht und konnten stolz auf ihre Leistung sein. Nun sind alle gespannt auf den Kreisentscheid.

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