Liebeserklärung an die Heimat Erkrath

Liebeserklärung an die Heimat Erkrath

Erkrath und Hochdahl punkten mit Natur und einer guten ÖPNV-Anbindung. Leere Geschäfte sind die Schattenseite.

Alt-Erkrath. Alt-Erkrath ist für mich Heimat, weil ich den Großteil meiner Kindheit hier verbracht habe. Gleichzeitig verbinde ich mit dem Stadtteil auch Naherholung. Zum einen gibt es einen sehr schönen Park nahe Haus Morp, der nach der Schule, oder, wie in meinem Fall, nach der Uni zum Verweilen einlädt, oder zu einer Jogging-Runde. Zum anderen ist aber auch die Nähe zum Neandertal prima. Dort kann man wandern gehen, sich in der Natur aufhalten und etwas über die Menschheitsgeschichte lernen.

Auch der Bahnhof hat seine Berechtigung. Welche Stadt kann ansonsten von sich behaupten, einen Nahverkehr zu haben, mit dem man in zehn Minuten in der Landeshauptstadt sein oder in 15 Minuten in der Wuppertaler Schwebebahn sitzen kann. Also: Was den ÖPNV angeht, ist es spitze.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten, wie zum Beispiel, dass die Bahnstraße immer weiter ausstirbt. Das hängt auch damit zusammen, dass immer mehr im Internet gekauft wird. Wer kürzlich einmal in der Bahnstraße gewesen ist, kann das nachempfinden. Mein Eindruck ist, dass meistens nur wenige Menschen dort anzutreffen sind, wenn nicht gerade Markt ist. Ich finde das schade, denn was zeichnet eine Stadt mehr aus als ihre Fußgängerzone?

Der Erkrather Markt findet jeden Freitagvormittag statt. Dort bekommt man alles was das Herz begehrt: frische Brötchen, Käse- und Wurstspezialitäten, Schnittblumen. Zu Marktzeiten füllt sich der Bavierplatz so, wie ich es sonst nur sehr selten aus Erkrath kenne. Was definitiv nicht fehlt, sind Bäckereien, Apotheken oder Restaurants. Traditionelle deutsche, griechische, italienische oder neuerdings sogar indische Küche, es ist für viele etwas dabei.

Schade finde ich, dass es wenig Freizeitangebote für junge Leute wie mich gibt. Da hat Erkrath noch Bedarf. Aber immerhin haben wir ja das Neanderbad und das Toni-Turek-Stadion, so dass man schwimmen gehen oder in einer Fußballmannschaft spielen kann.

Das Neanderbad ist ein sehr modernes Schwimmbad, das neben einem Schwimmerbecken auch einen Nichtschwimmerbereich und ein Außenbecken hat. Besonders interessant sind die große Wasserrutsche sowie das Dreimetersprungbrett. Aber auch wer sich entspannen und erholen möchte, findet seinen Lieblingsplatz.

Das Toni-Turek-Stadion hingegen ist nach einem ehemaligen deutschen Fußballnationalspieler benannt, der lange Zeit hier gewohnt hat, während er sein Geld bei der Düsseldorfer Fortuna verdiente. Für einen kleinen Fußballclub wie den SSV Erkrath ist dieses Stadion das Aushängeschild des Vereins. Es ist so modern und großräumig, dass sogar Bundesligisten wie der SV Werder Bremen gerne die Anlage aufsuchen um zu trainieren, und sich damit beispielsweise auf ein Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen vorzubereiten.

Insgesamt betrachtet ist Alt-Erkrath ein ruhiger und entspannter Ort zum Leben, gerade um dem Trubel in einer Großstadt wie Düsseldorf zu umgehen. Leben ohne Hektik und Stress — schön!