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Kriminalprävention: Diebe in die Flucht schlagen

Kriminalprävention: Diebe in die Flucht schlagen

Am Donnerstag gab es auf dem Markt Tipps, wie man sich vor Langfingern schützen kann. Diese haben oft leichtes Spiel, denn Kunden sind oft zu leichtsinnig.

Hochdahl. „Schauen Sie ruhig in den Spiegel, ich passe solange auf ihre Handtasche auf“, sagt Christa Eichhorn, die auf dem Hochdahler Wochenmarkt neben Handschuhen, Tüchern und Strümpfen auch warme Mützen verkauft.

Taschendiebstahl war am Donnerstag das Thema auf dem Markt. Was kann man gegen Langfinger unternehmen? Die Kriminalprävention gab Tipps. „Nie die Geldbörse in den Einkaufskorb legen“, sagt Susanne Wiescher, Leiterin der Dienststelle Kriminalprävention.

„Ich appelliere auch an die Bekleidungsindustrie, in Jacken und Mäntel viele Innentaschen einzunähen.“ Was körpernah getragen wird, kann nicht so leicht gestohlen werden.

Der Kiminalhauptkommissar Frank Bons und Oberkommissarin Nina Golike streifen von Stand zu Stand. Wenn sie sehen, dass ein Kunde Geldbörse oder Brieftasche leichtfertig deponiert, lassen sie einen gelben Zettel in Einkaufskorb oder Tasche fallen. Dann sprechen sie den Kunden an. „Ein Dieb hätte jetzt ganz leicht ihr Portemonnaie stehlen können“, sagen sie. „Manche sind dann sehr erschrocken“, sagt Bons.

Doch Wiescher hat andere Erfahrungen gemacht. „Eine Kundin hatte ihren Einkaufskorb abgestellt, die Geldbörse lagen oben drauf. Für Diebe ein leichtes, die Börse zu stehlen.“ Wiescher wies die ältere Dame darauf hin, doch einsichtig war diese nicht. „Mir ist noch nie etwas gestohlen worden, ich habe einen Schutzengel“, meinte sie.

Elke Josting vom Seniorenrat Erkrath hat gerade unangenehme Erfahrungen gemacht. „Bei mir auf dem Flachdach waren Unbekannte“, sagt sie. Sie habe sofort die 110 angerufen.“ Sie hat aber auch ihren „Safety First“ immer in Reichweite.

Zieht man an dem kleinen schwarzen Gerät in der Größe eine Rasierapparates eine Antenne heraus, gibt das Sicherheitsgerät einen lauten schrillen ton von sich, der Einbrecher und Diebe in die Flucht schlägt.

Das Gerät führt Josting immer mit sich, will es auf dem Senioreninformationstag am 17. März im Bürgerhaus vorstellen. Auf dem Wochenmarkt tut der kleine Apparat auch gute Dienste. Wenn sich Langfinger am Einkaufskorb zu schaffen machen, löst es Alarm aus. Das Handtaschenalarmgerät ist in Sicherheitsfachgeschäften zu erhältlich.

Derweil wird am Mützenstand diskutiert. „Bewahrt das Geld bloß in einem Brustbeutel auf“, rät Christa Eichhorn. Eine ihrer Kundinnen hat leidvolle Erfahrungen mit Dieben gemacht. Im Spanienurlaub war alles fort, Geld, Kreditkarten, Ausweise. „Seitdem bin ich übervorsichtig“, sagt sie. Es wäre sehr mühsam und teuer gewesen, alle Karteien und Ausweise wieder zu besorgen.

Bestohlen worden ist Christa Eichhorn noch nicht, die Marktbeschickerin hat viel Erfahrung mit Kunden, die ihre Brieftasche an ihrem Stand vergessen. „In einer Geldbörse waren mal 800 Mark, die lag in einer Kiste, in der Strümpfe angeboten wurden. „Die Kundin hat sich tausendmal bedankt und mir neben dem Finderlohn einen Rosenstrauß geschenkt“, erinnert sich Eichhorn.