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Konzert in Erkrath: „Music for Future“ der Carl-Fuhlrott-Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums Hochdahl im Schulzentrum Rankestraße

Erkrath : Schüler geben gemeinsam Konzert

„Music for Future“ lautete der Titel des Programms, das Jugendliche von drei weiterführenden Schulen an der Rankestraße boten.

„Wir sind die unbekannteste Boygroup Deutschlands.“ So stellte Uwe Heidelberg, Leiter der Realschule, sich und seine beiden Kollegen vor: den Schulleiter der Carl-Fuhlrott-Schule, Andreas Lösche, sowie Christof Krügermann vom gastgebenden Gymnasium. Das erste gemeinsame Konzert, bei dem alle Musik- und Tanzgruppen des Schulzentrums an der Rankestraße beteiligt waren, sollte nicht nur die räumliche Nähe der drei Schulen betonen, sondern vor allem dazu beitragen, sich untereinander besser kennenzulernen. Das habe man bereits durch gemeinsame Sportaktivitäten erreicht, sagte Krügermann. Nun habe man auch die an Musik und Tanz interessierten Schüler näher zusammenbringen wollen.

Dass dieser Plan bei der Veranstaltung mit dem Titel „Music for future“ voll aufgegangen ist, zeigte nicht nur die voll besetzte Aula des Gymnasiums. Auch neben der Bühne funktionierte das Teamwork hervorragend. So setzte ein gemischtes Technik-Team die Akteure auf der Bühne perfekt in Szene, und eine Abordnung aus allen drei schuleigenen Erste-Hilfe-Diensten stand bereit, musste zum Glück aber nicht in Aktion treten. Jede Menge Action fand dagegen während des rund eineinhalbstündigen Programms auf und vor der Bühne statt, gemäß des von Christof Krügermann ausgegebenen Mottos „Heute präsentieren wir eine bunte Mischung aller drei Schulen“. Nach dem gelungenen und viel umjubelten Auftritt durch das Schulleiter-Trio schloss sich die „Song Group“ des Gymnasiums an. Der reine Mädels-Chor hatte unter anderem den anspruchsvollen Michael-Jackson-Klassiker „Man in the ­mirror“ einstudiert.

Tanzchoreografie mit Elementen unterschiedlichster Stilrichtungen

„Den haben wir uns ausgesucht wegen der Botschaft, dass man erst mal bei sich selbst mit Veränderungen anfangen soll, bevor man diese von anderen fordert“, verriet Hanna-Marie Distler, eine der 25 Sängerinnen. Eine beeindruckende Choreografie zeigte die Tanzformation der Hauptschule, die von Ballett, Modern Dance- sowie Hip-Hop- und Rap-Elementen bis hin zu Hebefiguren, die so manche professionelle Cheerleader-Truppe neidisch gemacht hätte, reichte. „Unsere Integrationslehrerin Frau Plathe leitet gleichzeitig ein Leistungszentrum für Tanz und Akrobatik in Düsseldorf. So trainieren unsere Schüler öfter zusammen mit den Kids ihres Stützpunktes. Und das kommt dann dabei raus“, verriet ein sichtlich stolzer Andreas Lösche.

Stolz konnte auch Uwe Heidelberg auf die Sängerinnen, Sänger sowie Schauspielerinnen und Schauspieler seiner Musical-AG sein. Gleich zu Beginn von deren Programm, bei dem sie auch ein Mini-Musical zur Flüchtlingsthematik aufführten, beeindruckte die 14-jährige Tara mit einem tollen Solo-Auftritt. Auch die elfköpfige Band, die zunächst durch Anke Mörsch als „Projekt-Band“ am Gymnasium gegründet worden war, nun aber selbstständig im „Jugendcafé am Skate-Park“ probt, riss das Publikum mit ihren selbst komponierten und geschriebenen Songs mit. Entsprechend frenetisch fiel der Applaus aus, bevor Aktive und das Publikum gemeinsam die Hymne des legendären Louis Armstrong „What a wonderful day“ als Schlusspunkt einer gelungenen Premiere dieses schulform-übergreifenden Musik-Event sangen.