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Kommunalwahl: Erkraths Zukunft liegt auf Eis

Kommunalwahl: Erkraths Zukunft liegt auf Eis

Das Stadtentwicklungskonzept entzweite die Mehrheiten im Stadtrat. Streit gab es um neue Gewerbeflächen.

Erkrath. Mit der Kommunalwahl 2009 haben sich die fast schon zur Gewohnheit gewordenen politischen Mehrheiten im Erkrather Stadtrat geändert. CDU und FDP büßten so viele Stimmen ein, dass sie auch zusammen keine Mehrheit mehr stellen konnten.

Stattdessen taten sich SPD, BmU und Grüne zusammen, hatten sie doch bereits im Wahlkampf gemeinsame Themen gefunden, unter anderem das Nein zur Bebauung der Neanderhöhe mit Gewerbe und die Forderung nach einem Stadtentwicklungskonzept, das als Leitbild und Orientierung für eine längerfristige Entwicklung der Stadt dienen sollte.

Und genau dieses Stadtentwicklungskonzept förderte nicht nur alte Gräben zutage, sondern zeigte auch, wie unterschiedlich die Vorstellungen von der Zukunft Erkraths waren und sind. Braucht die Stadt neue Gewerbeflächen, um neue Einnahmen zu gewinnen? Soll sie neue Flächen, zum Beispiel Kleines Bruchhaus, für Wohnbebauung auszuweisen, um der demografischen Entwicklung entgegen zu wirken und ein Mindestmaß an Infrastruktur aufrechterhalten zu können?

Die BmU kippte, ein rigoroses Nein kam ihr nicht mehr über die Lippen, stattdessen sollte die endgültige Entscheidung über die Neanderhöhe und Kleines Bruchhaus an die Ergebnisse des Stadtentwicklungskonzepts geknüpft werden. Nur für das fand sich im Dezember 2013 keine politische Mehrheit. Die Stadtentwicklung wurde auf Eis gelegt. Bleibt die Frage, ob ein neuer Stadtrat sie auftauen kann.