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Klosterweg: Hier ist Gefahr im Spiel

Klosterweg: Hier ist Gefahr im Spiel

Anwohner fordern, dass Autofahrer in der verkehrsberuhigten Straße am Klosterweg vorsichtiger fahren.

Erkrath. Elisabeth und Jan-Ole laufen vergnügt hintereinander her. Es ist ein warmer Sommertag, und die beiden Vierjährigen genießen es, draußen zu spielen. Doch das schöne Spiel wird jäh gestört, als ein Auto in zügigem Tempo angefahren kommt. „Schnell an die Seite“, ruft Christian Ritt, Ellis Vater, bestimmt.

Es ist eine Szene, die sich auf der Spielstraße am Klosterweg in der Nähe des Kirchbergs nach Angaben der Anwohner oft abspielt. „Wir können unsere Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen lassen“, sagt Daniela Pohlkamp, Mutter zweier Kinder. „Die Autos fahren hier viel zu schnell durch.“ Sie wohnt mit ihrer Familie ein paar Straßen entfernt in der Spielstraße Am Kleff. Auch da hielten sich die Autofahrer nicht an das Tempolimit.

Schrittgeschwindigkeit ist in einer Spielstraße geboten, das bedeutet sechs bis sieben Kilometer pro Stunde. „So langsam fährt kaum jemand. Man kann schon froh sein, wenn die 30 unterschritten wird“, so Pohlkamp. Es habe wohl auch schon Autofahrer gegeben, die mit Tempo 50 durch die enge Straße gebrettert seien. Schnelles Bremsen sei da im Fall der Fälle nahezu unmöglich.

Für eine Spielstraße ist der Klosterweg viel befahren. Durch die Sechseck-Schule, die katholische Kita und die Turnhalle herrscht in den Stoßzeiten ein reger Abhol-Verkehr. Viele nutzen die Straße als Umgehungsstraße, um nicht durch die teilweise einspurige Trills fahren zu müssen.

Dass der Klosterweg sehr steil und kurvig und dadurch stellenweise schlecht einzusehen ist, scheint die meisten Autofahrer nicht zu stören. „Es fehlen überall Bürgersteige, und man muss als Fußgänger richtig aufpassen, dass kein Auto um die Ecke geschossen kommt“, erzählt Christian Ritt aus Erfahrung.

Die Anwohner haben bereits einen Brief an die Stadt geschrieben. In der ausführlichen Antwort gab es lediglich den Verweis auf das Hinweisschild, das die Spielstraße ankündigt. „Das Schild ist da, aber es scheint die Leute nicht zu interessieren oder sie wissen nicht, was es bedeutet“, bedauert Ritt. Immerhin eine Tafel, die Fahrern das eigene Tempo anzeigt, ist am Ende des Kirchbergs aufgestellt worden. „In diese Richtung fahren die Leute zumindest langsamer.“

Ritt, der auch Vorsitzender der BmU ist, und seine Mitstreiter wünschen sich eine zweite Anzeigetafel dieser Art oder ein Zusatzschild unter dem Spielstraßenschild, auf dem an die vorgeschriebenen sechs bis sieben Kilometer pro Stunde erinnert wird. „Es geht nicht darum, die Straßenverkehrsordnung zu ändern. Wir wollen den Leuten lediglich ins Bewusstsein rufen, was Spielstraße bedeutet.“

Verletzt wurde bislang niemand. Pohlkamp: „Das liegt wahrscheinlich nur daran, dass wir gut auf unsere Kinder aufpassen.“