Kirche mit Zukunft und Humor

Ökumenisches Bildungswerk stellt neues Programm vor.

Erkrath. Vortrag und Diskussion, ein Büchertisch und Abende, die mit Wasser und Wein ausklingen — das ökumenische Bildungswerk Hochdahl kündigt sieben Termine für das beginnende Veranstaltungsjahr an. Zum ersten Mal im Vorbereitungsteam ist Christoph Biskupek, Pfarrer der Katholischen Gemeinde Hochdahl. Der Geistliche präsentiert gleich zwei Themen.

Wenn am 17. November der Kölner Theologe Rudolf Lill an den Beginn des zweiten vatikanischen Konzils vor 50 Jahren erinnert, klingen dabei die Turbulenzen der Katholischen Gemeinde Hochdahl vom vergangenen Jahr nach. „Das war ein Reformkonzil, das viel in den Strukturen der Kirche verändert hat. Hochdahl hat die Ergebnisse mit Freude aufgenommen und umgesetzt“, sagt Biskupek. Wegen Streit über diese Strukturen zwischen der Gemeinde und seinem Vorgänger Christoph Hittmeyer war er nach Hochdahl versetzt worden.

Ebenfalls Biskupeks Handschrift trägt die Oktober-Veranstaltung des Bildungswerks. „Was können wir von den Kirchen in Ostdeutschland lernen“ heißt es am 20. Oktober. „Was die Verweltlichung angeht, ist man uns dort um Jahrzehnte voraus“, sagt Biskupek. Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR seien Christen längst in der Minderheit.

„Wir können durchaus mithalten mit der Karl-Rahner-Akademie in Köln oder den Mittwochsgesprächen in Düsseldorf“, sagt Teammitglied Pfarrer Lutz Martini über das Bildungswerk. Seit der Gründung 1969 sei das Publikum auf 80 bis 100 Zuhörer angewachsen.

Erneut soll ein Abend im Zeichen des Humors stehen. Am 26. Januar gibt es Aphorismen und Musik unter der Überschrift „Als Gott den Menschen schuf, war er bereits müde.“

Den Beginn der Reihe macht am Donnerstag kommender Woche das Thema Atomausstieg. Sascha Samadi vom Wuppertal Institut erklärt, wie sich die Energiewende auf das alltägliche Leben auswirkt, sagt Jürgen Kahl vom Team.

“ Alle Veranstaltungen beginnen 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Sandheide, Hans-Sachs-Weg 1. Der Eintritt ist frei. Das Programm liegt in Kircheneinrichtungen aus.

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