Kinder bedanken sich bei der Feuerwehr

Kinder bedanken sich bei der Feuerwehr

Es sind nur ein paar Zeilen, geschrieben von einem kleinen Mädchen nach einem Brandeinsatz. Den Rettern gehen sie ans Herz.

Erkrath. Als am Samstagabend ein gasbetriebener Lavasteingrill im Restaurant „Bach-Stuben“ an der Bachstraße in Brand geriet, waren die Löschzüge Alt-Erkrath und Millrath sowie die hauptamtliche Wache und der Rettungsdienst mal wieder schnell vor Ort. Alle Gäste hatten das Restaurant rechtzeitig verlassen können, der Besitzer und ein zufällig anwesender Feuerwehrmann aus Düsseldorf hatten erste Löschversuche unternommen, die aber wegen heftiger Rauchentwicklung abgebrochen werden mussten.

Foto: Janicki

Markus Steinacker, Feuerwehrmann

Nach Eintreffen der Feuerwehr konnte der Brand schnell gelöscht und eine weitere Ausbreitung in der Küche verhindert werden. Drei Personen wurden vom Rettungsdienst wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung untersucht, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Ende gut, fast alles gut — und einen Tag nach dem Einsatz überreichte dann auch noch ein kleines Mädchen den Rettern einen selbst verfassten Text, um sich zu bedanken: „Die Feuerwehr ist nett und das Feuer ist böse. Viel Glück und Mut für immer“, schreibt Leyan, und bekommt mit dieser Nachricht gleich einen Ehrenplatz auf der Facebook-Seite der Erkrather Feuerwehr.

Auch wenn sich natürlich immer wieder erleichterte Bürger für die schnelle Hilfe der Wehr bedanken — so ein Dankesbrief aus Kinderhand rührt selbst den hartgesottensten Feuerwehrmann, weiß Sprecher Markus Steinacker. Ihren Facebook-Post, mit dem sich die Feuerwehr für die „netten Zeilen“ des unbekannten kleinen Mädchens bedankt, hat die Truppe daher mit vielen kleinen Herzen dekoriert. Diese kleine Geste sei etwas ganz Großes, schreibt die Wehr, die in ihrem Arbeitsalltag zuweilen auch das genaue Gegenteil erlebt.

„Man wird beleidigt, beschimpft, angepöbelt, die Leute halten sich nicht an unsere Absperrungen und fahren in die Einsatzstelle hinein, und Silvester sind wir auch schon mit Raketen beschossen worden“, erzählt Markus Steinacker. 2016 wurde ein Rettungsassistent der Erkrather Feuerwehr sogar von einem alkoholisierten Patienten angegriffen und dabei derart verletzt, dass er seinen Dienst beenden und selbst behandelt werden musste.

Umso mehr freut sich die Wehr natürlich über Dankesbriefe wie den von Leyan, und hin und wieder auch mal über einen Kuchen, der von dankbaren Bürgern vorbeigebracht wird. Oder über frisch gebackene Kekse, wie sie der kleine Jannick im November 2017 mit seiner Mutter in die Feuerwache Hochdahl brachte: Es galt, Dank zu sagen für eine spektakuläre Rettungsaktion, denn die Feuerwehr hatte den jungen Kletterfreund aus einem acht Meter hohen Baum abseilen müssen. Den süßen Dank nahmen Dienstgruppenleiter Ingolf Rütjeroth und seine Männer dann natürlich gerne entgegen.

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