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Integration in Erkrath: Beim FC Parea zählt das Miteinander

NRW : Der Teamgeist steht beim FC Parea an erster Stelle

Seit 20 Jahren trainieren und kicken die in Erkrath vereinten Nationen miteinander. Vom Gründungsteam sind noch drei Mitglieder dabei. Wer Lust hat, mit den anderen eine Kugel zu schieben, soll mittwochs zum Training kommen.

Es sind sieben Mitglieder des FC Parea, die sich am Mittwochabend am Parkplatz an der Schimmelbusch Straße zur Aufwärm-Laufrunde im Neandertal treffen. „Diese Runde sind wir auch schon in den Anfangszeiten gelaufen,“ erzählt Thomas Laxa. Diese Anfänge des integrativen Fußballclubs liegen inzwischen 20 Jahre zurück – hier spielt keine Rolle, woher jemand kommt. Was zählt, sind das Team und der Zusammenhalt.

Drei Gründungsmitglieder sind noch dabei. Erst habe man auf den Rasenflächen hinter den Mehrfamilien-Häusern an der Schimmelbuschstraße „gekickt“, so Laxa. Das wurde den Anliegern zu laut. Deshalb sei man in den „Affenkäfig“ in der Nähe des alten Kutscherhauses der „Bayer-Villa“ umgezogen. „Doch da wusste man ja nie, ob der frei war. Da viele von uns auf das Hochdahler Gymnasium gingen und der frühere Schulleiter, Dieter Smolka, das Projekt so unterstützenswert fand, konnten wir dann vor gut 15 Jahren auf den ‚heiligen‘ Rasen des Sportplatzes am Gymnasium umziehen,“ erinnert sich Thomas Laxa. Das Projekt „FC Parea“ und dessen Integrationsgedanken braucht Unterstützer.

So auch die namensgebende gemeinnützige Gesellschaft der Wohnungswirtschaft, die von „Sahle Wohnen“ 2000 gegründet wurde. „Miteinander“, wie die wörtliche Übersetzung des aus dem Griechischen stammenden Wortes „parea“ ist, steht in diesem Falle für die „Hilfe zur Selbsthilfe“. So gründete sich vor 20 Jahren der Fußballclub, der zunächst Jungen- und Mädchen-Mannschaften und später gemischte Teams hatte. Heute kommen 15 aktive Männer zwischen 19 und 38 Jahren“ regelmäßig zum Training. So auch Jan Pfeiffer, der zwischenzeitlich der Arbeit wegen weggezogen war, aber dennoch jeden Mittwoch zum Training gekommen ist. „Aufgrund von Corona und des überwiegenden Arbeitens im Homeoffice bin ich wieder nach Erkrath zurückgezogen. So bin ich auch in den Trainingsferien zum Lauftraining hier“, erzählt der für die SPD im Stadtrat vertretene Pfeiffer.

Ein weiterer langjähriger Förderer des FC Parea ist die Firma Nordson aus Erkrath. Gerade hat sie für jeden Spieler je zwei neue Sätze Trikots gesponsert hat. „Dafür sind wir sehr dankbar. Sonst könnten wir uns eine solche hochwertige Sportkleidung nicht leisten“, freut sich Thomas Laxa, dem es wichtig ist, dass auch zum Training alle im gemeinsamen Dress auflaufen.

„Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und darum geht es uns ja bei der Integration ja“, so der der Projektleiter, der für sein Engagement im Jahr 2015 das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen bekam und von der Stadt Erkrath mit dem Integrationspreis ausgezeichnet wurde. Nicht nur Projektleiter Laxa, sondern alle übrigen Mitstreiter würden sich über neue Mitglieder freuen. „Einfach nach den Sommerferien zum Training kommen“, wirbt Thomas Laxa um Nachwuchs. Kontakt: fcparea@web.de, Infos: www.facebook.com/fcparea.