Hochdahl feiert international

Die ganze kulturelle Vielfalt der Stadt präsentiert sich am 30. Juni an den Hochdahl-Arkaden.

Erkrath. Das Plakat zum Fest zeigt eine gemalte Erdkugel auf deren Rundung sich viele rote, grüne, gelbe, blaue oder braune Strichmännchen an den Händen fassen. Und damit sagt das Bild schon vorab das aus, worum es Erkrath ja für Jahr beim internationalen Fest geht: „Wir sind eine interkulturelle Stadt und werden versuchen, mit dem Fest alles abzudecken, was wir zu bieten haben“, sagt der Integrationsbeauftragte Max Guder.

Das Bühnenprogramm von 13 bis 17 Uhr will mit sehr unterschiedlichen Darbietungen punkten: Die Kampfsportschule Yen aus Hochdahl stellt asiatische Kampfformen vor, die Kalinka-Show zeigt russisches Tanztheater, der TuS Erkrath will mit mittelalterlichen Tänzen begeistern, es wird Folklore und Flamenco geben und zum Abschluss den „Assembly of God Gospelchor“.

„Was dieses Fest so besonders macht, ist, dass nahezu alle Beteiligten aus Erkrath kommen“, erklärt Guder. Einzige Ausnahme: Wolfgang Hildebrandt. Der Friedenssänger kommt aus Köln und ist bereits zum zweiten Mal Gast beim internationalen Fest. An 17 Ständen können sich die Besucher über integrative Vereine wie den deutsch-afrikanischen Freundeskreis, der auch Cocktails anbieten wird, informieren oder mit den lokalen Parteivertretern vor Ort über ihre Integrationspolitik diskutieren. „Es ist jetzt das zweite Mal, dass wir unter freiem Himmel feiern und wir denken, dass das viele Vorteile hat“, sagt der Integrationsbeauftragte, „wir erreichen auch Menschen, die nicht gezielt zum Fest kommen, wie früher im Bürgerhaus, sondern auch die, die vielleicht nur einkaufen wollten und dann bei uns bleiben.“ Vielleicht, weil sie durch Musik oder auch die verheißungsvollen Gerüche angelockt werden — das kulinarische Angebot soll ähnlich vielfältig sein wie das Kulturelle.

Bereits am Dienstag, 26. Juni, wird übrigens in der Stadtbücherei Hochdahl um 17 Uhr die Ausstellung „Interkulturelle Begegnungen“ des Künstlers Bektas Canbolat eröffnet, als kleines Vorabevent zum Fest. Da gibt es natürlich auch für die Kinder ein umfangreiches Angebot: Torwandschießen, Glücksrad, Kindertheater und Buttons basteln.

„Es stimmt aus unserer Sicht alles, selbst unsere Bühnentechnik ist besser und professioneller geworden. Nun hoffen wir nur noch, dass das Wetter uns nicht im Stich lässt, dann wird es garantiert ein wunderbares Fest“, fasst es der städtische Fachbereichsleiter für Soziales, Stefan Freiberg, zusammen. „Denn die Vielfalt in Erkrath ist da, es passiert im Moment viel bei uns ins Sachen Integration“, ergänzt er.

Dazu gehört auch, dass es nach den Sommerferien zum zweiten Mal eine Bürgerversammlung zum Thema „Integrationskonzept“ geben wird. Dort können sich Interessierte einbringen, Kritik äußern, Verbesserungsvorschläge machen. Der genaue Termin steht noch nicht fest und wird noch bekannt gegeben.

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