Grüne unterstützen Kino-Pläne des Mettmanner Weltspiegel-Betreibers für Erkrath

Erkrath : Kino-Pläne werden befürwortet

Die Grünen fordern die Stadt auf, Thomas Rüttgers zu unterstützen.

. „Mit großem Interesse“ haben Erkraths Grüne aus den Medien erfahren, dass der Betreiber des Mettmanner Weltspiegel-Kinos, Thomas Rüttgers, eine Dependence seines Lichtspieltheaters in Erkrath eröffnen möchte und derzeit auf Grundstückssuche ist. Das Mettmanner Kino sei ein ausgesprochen attraktives, mehrfach ausgezeichnetes Kultur-Unternehmen, unterstreichen die Grünen.

„Wenn nun Herr Rüttgers Interesse zeigt, in Erkrath wieder ein Kino zu eröffnen, so ist dies außerordentlich zu begrüßen und nach Kräften zu unterstützen“, schreibt Andreas Kuchenbecker, grünes Ratsmitglied und Vorsitzender des Kulturausschusses, in einer Pressemitteilung. „Unsere Stadt hat es nicht leicht, am Rande der Kulturmetropole Düsseldorf eigene hochwertige Angebote vorzuhalten.“

Vor vielen Jahren hat Erkrath sein Kino einbüßen müssen. Rüttgers will das ändern und sucht nun ein Grundstück in zentraler Lage. Rund 3000 Quadratmeter müsste es groß sein, damit darauf Parkplätze und ein Gebäude von etwa 1600 Quadratmetern Fläche und zehn Metern Höhe Platz fänden.

Auch eine Lagerhalle könnte
als Kino umgebaut werden

Dann wäre ein Kinobetrieb mit fünf bis sechs Leinwänden, rund 500 Sitzplätzen und Gastronomie im Foyer möglich. Rüttgers kann sich auch vorstellen, ein bereits vorhandenes Gebäude, etwa eine Lagerhalle, für den Kinobetrieb umzubauen. Den Erkrather Grünen gefällt Rüttgers’ Konzept mit familiärer Atmosphäre, Technik, moderaten Preisen, Komfort und kulturellem Zusatzprogramm wie Generationen-Kino, originalsprachlichen Vorführungen, Events, Opern- und Konzertübertragungen. Die Grünen haben die Stadtverwaltung daher zu einer Stellungnahme in der Sitzung des Kulturausschuss am Donnerstag, 7. November, um 17 Uhr im Rathaus an der Bahnstraße aufgefordert. Die Grünen-Fraktion erwarte, dass die Verwaltung das Vorhaben nach Kräften unterstütze und sich aktiv in die Standortsuche einbringe.

Dass die Kräfte des Marktes derartige Prozesse nicht alleine zum Erfolg führen, zeige der Stillstand der „Neuen Mitte Erkrath“, wo die zum städtebaulichen Konzept gehörenden gastronomischen und kulturellen Einrichtungen bis heute auf eine Umsetzung warten. hup

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