Alles begann mit einem gestohlenen Fahrrad Ganzes Lager geklauter Ware in Erkrath entdeckt

Erkrath · Offenbar einen großen Teil seiner verbrachte ein 19-jähriger Erkrather mit Diebstählen. Weil er ein gestohlenes Fahrrad zu schnell zu Geld machen wollte, kam ihm die Polizei auf die Spur. Und staunte anschließend darüber, was sie sonst noch fand.

 Was als Fahrraddiebstahl begann, führte die Polizei zu einem ganzen Lager mit gestohlener Ware.

Was als Fahrraddiebstahl begann, führte die Polizei zu einem ganzen Lager mit gestohlener Ware.

Foto: dpa/Carsten Rehder

(dne) Auf ein enormes Lager mit mutmaßlich gestohlener Ware ist die Kreispolizei Mettmann bei einem 19 Jahre alten Erkrather gestoßen. Sichergestellt wurden laut Polizei zahlreiche Laptops, Handys, ein Kaffeevollautomaten, hochwertige Werkzeuge, zwei Fahrräder, ein E-Scooter und zwei als gestohlen gemeldete Autos vom Typ Nissan Micra. Die Beamten nahmen den kriminalpolizeilich bereits einschlägig in Erscheinung getretenen Deutschen vorläufig fest und leiteten zahlreiche Verfahren gegen ihn ein. Danach durfte er nach Haus gehen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft lagen bei dem „Heranwachsenden“ keine Grüne für eine Untersuchungshaft vor. Los ging‘s in diesem Kriminalfall am 11. Juni. Im linksrheinischen Dormagen wurde einem 33-Jährigen sein Fahrrad der Marke KTM gestohlen. Nur wenige Tage später stellte ein 36-jähriger Bekannter des Bestohlenen fest, dass das Rad auf einer Online-Plattform zum Kauf angeboten wurde. Zum Schein vereinbarte der 36-Jährige einen Termin für den 17. Juni. Gemeinsam mit dem 33-Jährigen erschien er gegen 17 Uhr an der Wohnanschrift des 19-Jährigen in Erkrath. Rasche bestätigte sich der Verdacht, dass es sich tatsächlich um das zuvor in Dormagen gestohlene KTM-Rad handelte. Der Zeuge alarmierte die Polizei, die das Rad (Wert: circa 3300 Euro) an den rechtmäßigen Besitzer übergab und ein Ermittlungsverfahren gegen den 19-Jährigen einleitete. In diesem Rahmen hätten sich Hinweise auf weiteres Diebesgut ergeben. Deshalb seien auf richterliche Anordnung die Wohnung und die Kellerräume des Tatverdächtigen von der Polizei durchsucht worden. Dabei stellten die Ermittler das Warenlager sicher.

Die Kripo muss nun die Gegenstände ihren rechtmäßigen Besitzern zuordnen. Auf die Frage, wie die zahlreichen Gegenstände zu ihren rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern zurückfinden, verwies eine Sprecherin der Polizei auf Geräte- oder Fahrgestellnummern, die eine Zuordnung erlauben würden.