Feuer in Erkrather Grundschulen: 17-jähriger gesteht Brandstiftung

Brände in zwei Grundschulen und einer Kita : Polizei: Brandstiftungen an Erkrather Schulen aufgeklärt

Ein 17-jähriger Erkrather soll für die Taten verantwortlich sein.

Die Kreispolizeibehörde Mettmann und die Staatsanwaltschaft sehen die beiden Schulbrände in Erkrath als aufgeklärt an. Ein bereits dringend tatverdächtiger 17-jähriger Erkrather habe nun gestanden, die Brände an der Grundschule Sandheide und an der Carl-Fuhlrott-Hauptschule gemeinsam mit einem weiteren Tatverdächtigen am 1. Juni gelegt zu haben.

Bei dem 17-Jährigen handelt es sich laut Polizei um den Jugendlichen, der bereits Anfang August nach intensiven Ermittlungen als Tatverdächtiger wegen Brandstiftung am Kindergarten Kempener Straße festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt worden war. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu dem zweiten Tatverdächtigen dauern noch an.Landrat Thomas Hendele zeigt sich angesichts dieses Ermittlungserfolgs der Kreispolizeibehörde Mettmann erleichtert: „Die Brandserie hat das Sicherheitsgefühl der Menschen in Hochdahl stark beeinträchtigt. Nun können wir aufatmen.“ Erkraths Bürgermeister Christoph Schultz schließt sich dem an: „Wir sind nun alle sehr erleichtert. Daher möchte ich mich im Namen der Stadt bei allen Beteiligten bedanken und hoffe nun, dass auch der zweite Tatverdächtige schnell gefasst werden kann.“

Über das Motiv des 17-Jährigen
ist bislang nicht bekannt

Der 17-Jährige, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, hat schon einiges auf dem Kerbholz. Laut Staatsanwaltschaft Wuppertal lag bereits Ende 2018 ein Haftbefehl gegen ihn vor, weil er für sieben Autobrände verantwortlich sein soll. Er wurde daraufhin festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, der ihn aber gegen Auflagen zunächst vom Vollzug verschonte. Gegen diese Auflagen soll er aber verstoßen und daraufhin erneut festgenommen und verhört worden sein. Dabei habe er zunächst gestanden, das Feuer in der Lummerland-Kita Kempen gelegt zu haben. Über sein Motiv ist nichts bekannt. Welche Konsequenzen den oder die mutmaßlichen Brandstifter erwarten, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Eine Haftstrafe ist nicht ausgeschlossen.

Durch die Brandstiftungen ist sowohl in der Grundschule Sandheide als auch in die Kita Kempen kein Betrieb mehr möglich. Die Stadt hat aber für beide Einrichtungen bereits Ersatzlösungen bis zum Neubau gefunden. hub

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