Europa-Kandidaten stellen sich den Fragen der Bürger bei VHS-Diskussion in Erkrath

Erkrath : Bürger befragen EU-Kandidaten

Obwohl die Wahl in vier Wochen ist, sind vielen die Kandidaten noch unbekannt. Daher lädt die VHS für den 21. Mai in die Stadthalle ein.

„Das wird ein interessanter Abend, die Runde ist hochkarätig“, freut sich Brigitte Brinkmann von der Erkrather Volkshochschule. Als Zuständige für den Fachbereich Gesellschaft, Politik und Umwelt ist sie in diesem Jahr so etwas wie die Europa-Beauftragte der VHS – und damit zuständig für die Organisation von Information rund um die Europawahl. Und da gibt es Einiges zu tun, den kaum einer kennt die Kandidaten, die sich am 26. Mai zur Wahl stellen.

„Bei den Grünen hat es leider aus Termingründen nicht geklappt, aber alle anderen bei unserer Podiumsdiskussion auftretenden Parteivertreter sind auch die hiesigen Kandidaten für die Europawahl“, sagt Brigitte Brinkmann. Läuft alles nach Plan, wird Moderator Sven Pastoors vom „Team Europe“ der Europäischen Kommission am Dienstag, 21. Mai, also wenige Tage vor der Wahl, Petra Kammerevert (SPD), Moritz Körner (FDP), Uwe Pakendorf (CDU), Verena Wester (AfD), Andrej Hunko (Die Linke) und Alexandra Geese (Bündnis 90/Die Grünen, Bonn) in der Stadthalle an der Neanderstraße begrüßen können. 

Nach einer Vorstellungsrunde sollen die Kandidaten auch Fragen beantworten, die Erkrather bei einem Bürgerdialog der VHS zur Europawahl erarbeitet haben. Es soll eben kein Abend über Gott und die Welt werden, sondern über die Auswirkungen der Politik, die im Europäischen Parlament gemacht wird, auf handfester lokaler Ebene, so die Ankündigung.

VHS bietet einen Wahl-O-Mat zur anstehenden Europawahl an

Ebenfalls ganz konkret soll es bei der für die Teilnehmer kostenlosen Veranstaltung „Wahl-O-Mat zur Europawahl“ werden, die am 7. und am 14. Mai jeweils von 10 bis 11.30 Uhr im EDV-Raum der Grundschule Millrather Weg in Unterfeldhaus angeboten wird. Brigitte Brinkmann ist dann auch als Dozentin aktiv und wird die im EU-Parlament vertretenen Parteien vorstellen und in welchen Fraktionen sie organisiert sind.

Anschließend können sich die Teilnehmer für eine halbe Stunde ganz für sich mit dem Wahl-O-Mat (ab dem 3. Mai im Internet freigeschaltet) beschäftigen und seine Fragen beantworten. Das Werkzeug der Bundeszentrale für politische Bildung wertet die Programme der Parteien aus. Ergebnis ist dann ein Vorschlag, welche Partei am ehesten die eigene Meinung repräsentiert. „Wichtig ist, dass jeder Teilnehmer dabei für sich am Computer sitzt und ungestört mit dem Wahl-O-Mat arbeiten kann, keiner muss sich in die Karten schauen lassen“, betont Brinkmann.

Warum Vorbereitung und Abgabe des Stimmzettels auch bei der Europawahl wichtig sind, haben jüngst noch einmal die Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreis Mettmann betont, darunter auch Annegret Pollman aus Erkrath. In einer gemeinsamen Erklärung machen sie sich für „ein politisch vereintes, demokratisches, wirtschaftlich starkes und sozial gerechtes Europa. Für eine gute Zukunft für Frauen und Männer“ stark. Der Aufstieg rechtspopulistischer und nationalistischer Kräfte stelle die EU vor existenzielle Herausforderungen: Wo demokratische Errungenschaften eingeschränkt würden, stünden auch sicher geglaubte Frauenrechte wieder in Frage, so die Gleichstellungsbeauftragten.

Mehr von Westdeutsche Zeitung