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Eröffnung der Skater-Anlage: Fahrräder sind zum Fliegen da

Eröffnung der Skater-Anlage: Fahrräder sind zum Fliegen da

Die neue Rollsport- und Skateranlage in Alt-Erkrath wurde am Samstag mit einem großen BMX-Wettbewerb eröffnet.

Erkrath. Noch mehr Andrang als sonst herrschte am Samstag auf der neuen Rollsport- und Skateranlage in Alt-Erkrath auf dem Gelände des Toni-Turek-Stadions. Die offizielle Eröffnung stand an, inklusive einer großen Tombola und einem BMX-Contest.

SPD-Fraktionschef Detlef Ehlert konnte sich vor Anfragen und Gratulationen der Besucher kaum retten. Anzusehen war dem Politiker, der sich für den Bau Anlage starkgemacht hat, der Stolz über diese neue Attraktion für zahlreiche Jugendliche, die sich bereits seit vier Wochen auf der neuen Anlage tummeln und ihre Tricks auf Skateboards und BMX-Bikes einstudieren.

„Der Tüv musste die Anlage noch abnehmen und einige Sachen überprüfen. Das war eine Bedingung vor der offiziellen Eröffnung“, sagte Ehlert. Nach den ersten Erfahrungen mit der neuen Anlage fällt seine Bilanz gut aus: „So um die 50 Personen waren hier im Schnitt jeden Tag unterwegs, mittlerweile kommen sogar einige aus umliegenden Städten.“

Auch am Samstag war der Käfig durchgehend prall gefüllt. Jeweils neun Rookies (Anfänger) und Locals (Fortgeschrittene) nahmen an dem Wettbewerb teil, bei dem es neben Urkunden auch Sachpreise zu gewinnen gab. Die Jury bestand aus drei ehemaligen Profis, jeder Biker hatte zwei Runs über jeweils knapp 45 Sekunden Zeit, um alles zu zeigen, was er so kann.

„Natürlich ist bei den Teilnehmern ein gewisser Ehrgeiz vorhanden, aber vor allem geht es hier um den Spaß und eine würdige Eröffnung“, sagte Thorsten Funk von der Agentur, die den Wettbewerb organisiert hatte.

Zahlreiche Besucher wollten sich die Einweihungsfeier nicht entgehen lassen und staunten über die Darbietungen. „Das ist ja wirklich unglaublich, was die hier teilweise zeigen. Einer hat vorhin einen Salto gemacht, Wahnsinn“, sagte Rentnerin Maria Kneffler, die gemeinsam mit ihrem Mann mal erkunden wollte, „was die Jugend so treibt“.

„Man muss sich ja auch mal mit den Jugendlichen auseinandersetzen, anstatt immer nur zu meckern. Und wenn man das hier so sieht, kann man wirklich nur den Hut ziehen. Vielleicht interessieren sich demnächst noch ein paar ältere Spaziergänger mehr für das Treiben hier“, sagte sie.

Die Jugendlichen selbst sind ohnehin begeistert. „Es ist echt der Hammer, wir kommen total oft her. Irgendwann will ich auch mal so geile Tricks drauf haben wie die Profis. Dafür trainier’ ich sehr häufig“, meinte Leon Wals (12).

Und Anis Berjam (14) ergänzte: „Vorher hatten wir öfter mal Probleme, geeignete Plätze zum Skaten zu finden. Es kam oft zu Problemen. Jetzt haben wir hier endlich eine feste Stelle. Das muss man natürlich so oft es geht, ausnutzen. Und das tun wir auch.“