Erkraths Strom wird immer grüner

Erkraths Strom wird immer grüner

Solaranlage auf dem Dach des Sportzentrums des TSV Hochdahl.

Hochdahl. Die Diskussion über klimafreundliche Energiegewinnung ist eines der aktuell beherrschenden Themen. Die Mehrheit der Bevölkerung und mittlerweile auch der Politiker möchte weg von der Atomkraft, hin zu umweltschonenden Technologien.

In Hochdahl sind sie da schon weiter und haben den ersten Schritt hin zu einem Leben ohne die Natur ausbeutende Maßnahmen bereits gemacht: Auf dem Dach des Sport- und Gesundheitszentrums des TSV Hochdahl an der Sedentaler Straße haben die Stadtwerke Erkrath eine Photovoltaikanlage errichtet, die Strom aus Sonnenlicht gewinnt.

Diese rund 200 Quadratmeter große Solaranlage mit einer Leistung von 22.000 Kilowattstunden pro Jahr sorgt nicht nur für Strom der kurzen Wege, sondern spart darüber hinaus 17.500 Kilogramm CO2-Emission. 108 Solarmodule erzeugen eine Leistung von jeweils 235 Watt.

Damit sich der Bau der hoch technologischen Anlage auch lohnt, suchten die Stadtwerke nach einem Gebäude mit genügend Sonneneinstrahlung und günstiger Südausrichtung. Sie wurden schließlich beim TSV Hochdahl fündig.

„Wir freuen uns, dass wir für die Photovoltaikanlage die Unterstützung eines anerkannten lokalen Vereins gewonnen haben. So können wir den ersten Meilenstein im Rahmen unserer Naturstromfond-Aktivitäten realisieren“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken, der damit ein „starkes Zeichen für nachhaltige und umweltschonende Energiequellen“ setzen möchte.

Das kommt auch bei den Mitgliedern des TSV Hochdahl gut an. „Das Projekt hat großen Rückhalt in unserem Verein. Schließlich liegt uns allen am Herzen, etwas Sinnvolles für den Klimaschutz zu tun“, sagt Doris Küpper, Geschäftsführerin des 3800 Mitglieder starken Vereins.

Finanziert wurde der 79.000 Euro teure Bau der Solaranlage durch die Stadtwerke. 24.000 Euro kommen aus dem extra eingerichteten Naturstromfond, den umweltbewusste Stadtwerkekunden über einen kleinen Extrabetrag finanzieren, den Rest steuerte der kommunale Energieversorger selbst bei.