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Erkratherinnen zeigen Patchwork und Quilts

Millrath : Patchworken kommt wieder groß in Mode

Das Millrather Patchwork-Atelier macht Lust, gleich loszulegen. Die Farben, die Vielfalt der Muster, die Stoffe – man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Patchworken ist eine Leidenschaft, die einen – einmal angefangen – nicht mehr loslässt. Einen erneuten Einblick in diese faszinierende Handarbeit gewährten nun Christina Richter und ihre Freundin und Mitarbeiterin Ingrid Gröbe in ihrem Stoff-, Näh- und Bastelgeschäft in zauberhafter Millrather Wohnlandschaft.

Verbunden ist der Tag der offenen Tür stets mit einer Quilt-Ausstellung, die Staunen, Bewunderung, ja Begeisterung auslöst. Die Farben, die Vielfalt der Muster, die Stoffe, man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Aus England stammt die Idee des Quilt-Patchworkens. Denn früher fertigten die Mütter diese Aussteuer-Decken für ihre Töchter an. Dabei wurden Stoffreste verwertet. Durch die Vielzahl der kleinen Stoffteile aus Baumwolle, die im Original nur per Hand vernäht werden dürfen, haben die Quilts eine lange Lebensdauer.

Der Patchwork-Treffpunkt
bietet etwa 800 Stoffe an

Heute kommen die schönsten und buntesten Stoffe aus den USA. Christina Richter empfängt die Vertreter der großen und berühmten Webereien zuhause. Etwa 800 verschiedene Stoffe zählt der Verkaufsraum im idyllischen Patchwork-Treffpunkt. „Der Star unter den Quilt-Herstellern“, erzählt Christina Richter, „ist der US-Amerikaner Kaffe Fassett“, der jetzt in England lebe. Der habe das Quilten weltweit zu einer Kunst erhoben. Immer mehr Frauen (und Männer) frönen heutzutage diesem Hobby.Auch Christina Richter und Ingrid Gröbe berichten von immer größerem Interesse an ihren Patchwork-Kursen. In Millrath wird an den Stichel-Nachmittagen aber nicht nur genäht, sondern auch gestickt, gehäkelt und gebastelt. Immer in fröhlicher Runde, immer mit Kaffee und Kuchen – und wahrscheinlich mit 1000 Geschichten. Besucherin Sigrid Grünner ist stolze Quilt-Besitzerin: 7568 Stoffteile hat sie verarbeitet. „Das Zählen gehört sich so“, erklärt Ingrid Gröbe, weil die Muster das erfordern. Die Farben verlaufen von der Dunkelheit ins Licht. „Der Quilt wird ein Wandteppich und in unserem Wohnzimmer aufgehängt“, sagt Sigrid Grünner stolz. In ihrem beruflichen Alltag repariert sie Teppiche, auch eine Nadelarbeit.

Alles, was das Handarbeitsherz begehrt, ist bei Christina Richter zu kaufen. Die Anzahl ihrer Produkte? Kaum zu benennen. „Wir wissen im weiteren Umkreis kein Geschäft, das eine solche Vielfalt von Produkten anbietet“, sind sich die aus Köln stammende Ingrid Gröbe und Kundin Sigrid Grünner aus Hilden einig.

Und Christina Richter? Die frönt der Patchwork-Leidenschaft seit etwa 30 Jahren, zusammen mit ihrer Freundin Ingrid Gröbe. Nur die schönsten Stoffe kommen ins Haus, sind sich die beiden Damen einig. Denn allein schon die Vielfalt der Muster regt die „Quilterinnen“ an.

Sigrid Grünner erzählt von einem Workshop, bei dem sie 20 verschiedene Stoffe in einer Farbe verarbeiten sollte. Sie hat sich für Rot entschieden. Die Decke konnte vor Ort bewundert werden – eine mutige, sehr individuelle, künstlerisch Stoffkomposition.