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Erkrather Politik will mehr günstigen Wohnraum

Erkrath : Politik fordert günstigen Wohnraum

Die Grünen und die SPD wollen mehr als 20 Prozent geförderte Wohnungen.

Bei der Planungsausschuss-Sitzung stand erneut das vom Investor Catella unter dem Namen „Düssel-Terrassen“ geplante Neubaugebiet am Wimmersberg auf der Tagesordnung. Michael Franken, Geschäftsführer der Niederlassung in Düsseldorf, informierte die Ausschussmitglieder und die (wenigen) Zuhörer über den Stand der aktuellen Planung.

Diese war im September letzten Jahres mit einem Architektenwerkstattverfahren, an dem sich sechs Büros beteiligten, gestartet. Im November wurden deren Entwürfe der Erkrather Öffentlichkeit in der Stadthalle präsentiert. Nachdem im Dezember der Rat den Aufstellungsbeschluss gefasst hatte, folgte im Juli ein Bürgerdialog, bei dem die Erkrather ihre Anmerkungen, Kritik und Wünsche einbringen konnten.

20 Architekten aus sechs
Büros arbeiten zusammen

Das im August von Catella durchgeführte Architekten-Verfahren, zu dem auch die Mitglieder der Verwaltung eingeladen waren, stellte dann eine Premiere dar: „Anstatt sich für den Entwurf eines der beteiligten Büros zu entscheiden, haben wir so zu sagen das Beste aus allen Planungen genommen. Alle 20 beteiligten Architekten aus den sechs Büros arbeiten gemeinsam an diesem einen Entwurf weiter. Dort fließen auch die Ergebnisse der von Catella beauftragten Sachverständigen und Gutachtern durchgeführten Untersuchungen ein zur vorhandenen Topografie sowie Flora und Fauna. Wir sprechen immerhin von einem beachtlichen Geländeanstieg inklusive diverser Höhenversprünge. Außerdem wurden 305 planungsrelevante Bäume kartiert“, berichtete Franken.

Bei der Berechnung der zu erwartenden Verkehrsströme kam heraus, dass der „zur Zeit gute Verkehrsfluss auf der Schlüter- und Kreuzstraße“ auch durch die prognostizierte Zunahme um 1500 Kfz-Fahrten durch die rund 1900, die zukünftig das Stadtquartiers „Düssel-Terrassen“ bewohnen werden, zu keiner „signifikanten Veränderung der Strukturdaten führen werde“.

Flächennutzungsplan für „Düssel-Terrassen“ wurde angenommen

Für Michael Franken stellt die Wohnbebauung am Wimmersberg ein „Stadtquartier mit Leuchtturmeffekt“ dar: „Bei mir hat sich bereits der Stadtdirektor einer größeren Stadt gemeldet, der sich für das von ihm geplante Stadtquartier dasselbe Beteiligungsverfahren wünscht, wie es hier in Erkrath durchgeführt wurde“‚ so der Catella-Geschäftsführer weiter.

In der Diskussion kritisierten die Vertreter von den Grünen Grünen und der SPD, dass die im Raum stehende Quote von 20 Prozent öffentlich geförderter Wohnungen zu gering sei. Die BmU äußerte erneut als Kritik, dass es keine Straßenverbindung zum Wimmersberg geben wird. Dem Flächennutzungsplan für die „Düssel-Terrassen“ wurde mit den Stimmen von CDU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung durch Vertreter der BmU schließlich mehrheitlich zugestimmt. Catella sagte zu, einen weiteren Bürgerdialog, diesmal in den Abendstunden, zu veranstalten, um die Bevölkerung wie von ihr mehrfach gewünscht über den Fortgang des Projekts auf dem Laufenden zu halten.