1. NRW
  2. Kreis Mettmann
  3. Erkrath

Erkrather Politik diskutiert morgen über Feierabendmarkt

Innenstadt-Belebung : Einrichtung eines Feierabendmarktes ist heute Thema im Ausschuss

In Heiligenhaus ist der Abendmarkt bereits ein Erfolgsmodell. Die CDU-Fraktion möchte das Modell auch in Erkrath umsetzen.

. In Erkrath ist er noch Zukunftsmusik, in Heiligenhaus schon etabliert: „Unser Feierabendmarkt ist eine echte Erfolgsstory“, sagt der Heiligenhauser Bürgermeister Michael Beck, und ergänzt: „Es waren schon Vertreter aus mindestens drei Städten hier, die sich den Markt offiziell angeschaut haben.“ Ob da auch die Erkrather Verwaltung, die jetzt von der CDU erneut zur Einrichtung eines solchen Marktes aufgefordert wurde, schon vertreten war?

Als Gegengewicht zum Wochenmarkt lädt der Heiligenhauser Feierabendmarkt mit überdachten Sitzgelegenheiten zum Schlendern und Genießen vor Ort ein. Im Heiligenhauser Ausschusses für Bürgersicherheit stand jetzt das kreisweite Aushängeschild mit seinen Zahlen wieder auf der Tagesordnungsliste. Politik und Verwaltung zeigten sich weitgehend zufrieden mit der Entwicklung, auch wenn die Stadt bei dem kulinarischen Treff auf dem Rathausplatz erstmals ein Minus von 600 Euro verzeichnete.

„Im Haushaltsjahr 2018 stehen den Ausgaben von 2798,44 Euro (ohne Personalkosten) Einnahmen in Höhe von 2204,50 Euro gegenüber“, heißt es in der Vorlage. „Der Feierabendmarkt muss nicht zwingend ein Zuschussgeschäft sein“, sagt die Fachbereichsleiterin für Ordnungssachen, Kerstin Ringel. Man wolle sich die Einnahmen und Ausgaben noch einmal ansehen, nachdem die angekündigten Feierabendmärkte im Umkreis eröffnet seien und man wisse, wie sich der Markt in Heiligenhaus entwickle. So startet im April in Velbert der Feierabendmarkt auf dem Offersplatz, an jedem dritten Donnerstag im Monat. In Heiligenhaus sind im Durchschnitt 15 Händler mit Backwaren, Käse, Gewürzen, Trockenfrüchten, Antipasti, Flammkuchen, Burgern, Mode und Schmuck vertreten.

Heiligenhaus bewilligte eine Starthilfe von 3000 Euro

Als Starthilfe wurde 2016 durch den Stadtrat eine Anschubfinanzierung von 3000 Euro bewilligt. Die tatsächlichen Ausgaben für Marketing, Sitzgelegenheiten, Strom und Reinigung beliefen sich (ohne Personalkosten) auf 2518,90 Euro im Jahr 2016. 2017 wurden weitere Mittel für Ausgaben zur Weiterführung des Feierabendmarktes in Höhe von 2800 Euro zur Verfügung gestellt (die tatsächlichen Kosten beliefen sich auf 2736,30 Euro, ohne Personalkosten). Die Standgelder je Veranstaltungstag und Stand: Verkaufsstand (nur Waren) 7,50 Euro, Verkaufsstand mit Verzehr und Getränken 15 Euro. Verbrauchskosten (je Veranstaltungstag/Stand pauschal) Normalstrom zwei Euro, Starkstrom fünf Euro.