Erkrath: Weihnachtsmarkt im lok-Schuppen

Erkrath : Weihnachtsstimmung im Lokschuppen

Viele verschiedene Anbieter zeigten eine große Auswahl oft handgefertigter Artikel. Auch wegen des kulinarischen Angebots lohnte der Besuch in der Halle.

Vollauf zufrieden zeigten sich Veranstalter und Aussteller von der Besucherresonanz am ersten Wochenende des Weihnachtsmarktes im Hochdahler Lokschuppen. „Seit Beginn heute Vormittag riss der Besucherstrom nicht ab“, freute sich Ralf Fellenberg, Erster Vorsitzender des Vereins Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl, der diesen stimmungsvollen Markt jedes Jahr an den beiden ersten Adventswochenenden veranstaltet.

Es roch nach Glühwein, Grühnkohl, Crêpes und Co.

Schon auf dem Vorplatz und unter der Bahnsteighalle wurden Besucher mit dem typisch Geruchsmix aus Glühwein, Grünkohl, Crêpes und Co. in eine adventliche Stimmung versetzt. Die Weihnachtsbäume, unter anderem von Kindern der OGS Millrath und der GGS Sechseckschule liebevoll geschmückt, taten ein Übriges. Der Verein bot heißgeliebte Magenwärmer wie Tomaten- und Gulaschsuppe sowie Kuchen im Lok-Café an, als Stärkung vor oder nach dem Bummel im Lokschuppen.

Fündig wurden die Besucher hier auf der Suche nach festlichen Dekorationen für das eigene Zuhause oder das von Familie und Freunden. Auch Weihnachtsgeschenke ließen sich in dem stimmungsvollen Ambiente ganz wunderbar aussuchen. „Ich habe wirklich jede Menge ‚Schnapper‘ für meine Schwester am Bücherstand gemacht“, freute sich eine vor Freude strahlende Einkäuferin mit stolzen Blick auf ihr gut gefülltes Netz unterm Kinderwagen. Für einen Euro pro Taschenbuch beziehungsweise für fünfzig Cent mehr für die gebundene Ausgabe verkauft das Ehepaar Rosenbach sie zugunsten eines Waisenhaues, einer Schule und eines Altenheims in Bolivien, ein Projekt der Dominikaner-Nonnen in Arnsberg, das die katholische Kirchengemeinde St. Franziskus seit Jahrzenten mit dieser und anderen Aktionen unterstützt.

Am Stand von Erika Hermann und Anneliese Schoger blieb derweil eine Besucherin stehen, um die handgefertigten aufwändigen 3 D-Karten zu bewundern. „Die einzelnen Teile stanzen wir aus Karton aus, nehmen sie mit einer Pinzette auf und kleben sie an die Stelle, an die sie gehören. Für die Lebkuchenhäuser auf diesen vier Karten habe ich allein gut fünf Stunden gebraucht“, erklärte Anneliese Schoger die aufwendigen Produktionsschritte, und ihre Schwester fügte augenzwinkernd hinzu: „Gut, dass wir oft im Nachdienst arbeiten. Da können wir unserem Hobby nachgehen.“

Eine weitere Nachtarbeiterin bot nur wenige Stände von den Schwestern entfernt ungewöhnlich gefertigte Adventskränze an. „Dieser war beim Aufbau noch mit weinroten angesprühten Walnüssen verziert. Als er da so stand, gefiel mir die Farbe nicht mehr“, erzählte Kornelia Kaffka über ihre kreative Eingabe in letzter Minute. Also sprühte sie nachts in der heimischen Küche kurzerhand die Nüsse um. Nun glänzten sie silberfarben, und Kornelia Kaffka war zufrieden.

Und diese Liebe zum Detail, die allen Ausstellern anzumerken war und ihr Angebot kennzeichneten sowie die besondere Atmosphäre des historischen Lokschuppens zeichneten diesen Weihnachtsmarkt in der Reihe so vieler anderer als einen besonderen – und publikumswirksamen – aus.

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