Erkrath: Was früher Lok-Art hieß, soll nun einen neuen Namen bekommen

Erkrath : Die Gruppe Lok-Art soll nun anders heißen

Den alten Namen darf die Künstlerschaft wegen eines Rechtsstreites nicht mehr führen. Während der 25. Ausstellung im Lokschuppen schlugen die Gäste den Namen „erk@art“ vor. Die Entscheidung steht aus.

Freitagabend fand zum 25. Mal die Vernissage zur „Städtischen Gemeinschaftssaustellung der Erkrather Künstlerschaft“ im Hochdahler Lokschuppen statt. Was bislang „Lok-Art“ hieß und wegen eines verlorenen Rechtsstreits den bisherigen, Namen nicht länger führen darf, soll nun einen anderen Namen tragen.

So erhielten die Besucher nicht nur Karten zur Abstimmung über den diesjährigen Publikumspreis. Sie durften außerdem auf einer zweiten Stimmkarte ihren Favoriten ankreuzen unter den drei Namensvorschlägen, die es aus insgesamt 34 eingesandten Ideen in die Endauswahl geschafft hatten. Auch Bürgermeister Christoph Schultz wies darauf hin, dass gerade die Jubiläumsausstellung „eine ohne Namen sei“.

Besonders würdigte er die Künstler, ohne die „eine solch hochkarätige Ausstellung nicht möglich“ sei. Nach gut einer Stunde, die die Besucher nutzen konnten, um sich für ihren Favoriten zu entscheiden, wurden die Stimmkarten ausgewertet. Doch zunächst verkündete Andreas Kuchenbecker, der Vorsitzende des Ausschusseses für Kultur und Soziales, in Vertretung der durch und andere Verpflichtungen verhinderten, dreiköpfige Jury, wen diese als Preisträger der Jubiläumsausstellung erkoren hatte. Freuen über die Gelegenheit im Schalterraum der Filiale der Kreissparkasse in Erkrath ihre mit Farb- und Pastellstift auf Büttenpapier in verschiedenen Stadien des Verwelkens gebannten Hortensien (und weitere Werke) zu zeigen konnte sich Ulrike Korsten.

Ihr ging es beim Zeichnen der Serie „Alles geht vorbei IV – VI“ darum: „Ich wollte meine Zeichnungen mit Achtsamkeit ausführen und dabei so wenig Material wie möglich verbrauchen“, so die Malerin und Grafikern, der die Juroren in ihrer von Kuchenbecker verlesenen Laudatio bestätigten, dass „die fast monochrome Farbigkeit“ der abgebildeten Hortensien wie „natürlich gepresste Blüten in einem Herbarium“ wirkten. Danach lüftete Andreas Kuchenbecker auch die beiden weiteren Geheimnisse: Irmgard Hamacher erhielt zum zweiten Mal nach 2015 den Publikumspreis für ihre Werke „Die Maske fällt“ (Gouache auf Jute), „Tanz auf Papier“ (Tusche, Gouache auf Papier) sowie die beiden abstrakten Bilder „Bella Figura“ (Pigment, Tusche auf Leinwand) und „Feel the heat“ (Mischtechnik auf Leinwand).

Anschließend verkündete Kuchenbecker, dass das Mehrheitsvotum auf den Namensvorschlag „erk@art“ gefallen sei. Doch bevor dieser offiziell benutzt werden darf und bekannt gegeben wird, von wem dieser Vorschlag stammt, muss der Ausschuss für Kultur und Soziales seine Zustimmung geben oder einen der zwei anderen Vorschläge wählen.

Ein weiteres Glanzlicht des Abends war die interaktive Performance der Künstlergruppe „Prima Neanderart“. Kathy Schnee und Volker Rapp hatten 400 mit Helium befüllte weiße Ballons dabei, die an die Besucher verteilt und auf den Countdown „Auf die Wünsche 3-2-1“ gemeinsam zur Holzdecke des Lokschuppens aufstiegen. „Nach Stunden diffundiert das Helium, und die Ballons sinken zu Boden“, so Kathy Schnee. Dort bleiben sie liegen und bilden eine neue Installation.

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