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Erkrath: Viele Teilnehmer bei Dreck-weg-Tag

Erkrath : Überragende Teilnehmerzahl bei Stadtputz

Zu den vielen angemeldeten Müllsammlern, die am Dreck-weg-Tag Ordnung schafften, kamen noch etliche spontane Helfer hinzu.

Ausgerüstet mit mit Eimern und Säcken, dazu mit Handschuhen und Greifzangen bewaffnet streiften sich durch das Erkrather Stadtgebiet – allesamt Erkrather Bürger, die sich freiwillig eingefunden haben, um die Grünstreifen, Waldabschnitte und Straßenränder von Müll zu befreien. Zum Dreck-weg-Tag hatte die städtische Abfallbeauftragte Helga Willmes-Sternberg aufgerufen. Und quasi alle waren auf den beinen, um ihren Beitrag zur Sauberkeit der Stadt zu leisten.

„In dieser Form mache ich das schon seit 2014“, erzählt sie. Der Termin für den Dreck-weg-Tag ist abhängig von Karneval, denn er findet immer im Februar statt. „Vor der Vogelbrützeit, die am 1. März beginnt“, sagt Willmes-Sternberg. Und weil dieser Februar mit dem 29. quasi einen geschenkten Tag hatte, konnte besagter Piccobello-Tag am Schalttag stattfinden.

Das Putz-Team der CDU
kümmerte sich um die Bahnhöfe

25 Gruppen waren offiziell am Start, wie die Abfallbeauftragte sagte. Diese Gruppen wurden, wie bereits in der Vergangenheit, von verschiedenen Organisatoren durchgeführt. Die Großreinemacher der CDU beispielsweise machten auch diesmal an den Bahnhöfen klar Schiff. Und die Pfadfinder nahmen sich Alt-Erkrath vor, erzählte Willmes-Sternberg. Insgesamt 230 offizielle Müllsammler sowie unzählige unangemeldete Helfer waren unterwegs. „Bisher waren es immer so 130 bis 150 Leute.“ Das zeigt, dass das Thema an Interesse gewinnt.

Wie bei der Teilnehmergruppe von „Fridays for Future“, die sich vom Schulzentrum Rankestraße aus an die Arbeit gemacht haben. Hier sind fast doppelt so viele Leute gekommen als angemeldet waren. „Wir haben uns entschlossen, teilzunehmen und haben noch einige Leute mobilisiert“, berichteten die Aktiven. Die Gruppe hat im vergangenen Herbst erstmals am Dreck-weg-Tag teilgenommen. „Wir hatten viel Spaß daran und dachten uns, das kann man wiedermachen.“ Es sei ein kleiner Teil, den man kommunal verbessern könne. Auch Rahel Bott gehört dem Orga-Team von „Fridays for Future“ an. „Ich bin gerne dabei“, sagt sie. „Es ist wichtig, dass wir den Dreck wegmachen, auch wenn wir ihn selbst nicht gemacht haben, aber andere Menschen.“ Es gehe darum, die Umwelt gut zu behandeln. Das fange damit an, keine Bäckertüte ins Gebüsch zu werfen.

Rahel Bott möchte Vorbild sein. „Es nutzt gar nichts, wenn man den Leuten Vorwürfe macht“, meint sie, „man muss ein Bewusstsein schaffen.“ Durch den Dreck-weg-Tag ist das möglich. „Wir müssen zeigen, wie es gemacht werden kann, ohne einen Vorwurf dabei zu machen.“ Karin Maack ist nicht nur beim Dreck-weg-Tag ein Vorbild. „Bei mir ist jeder Tag ein Dreck-weg-Tag“, erklärt die Hochdahlerin. „Wenn ich unterwegs bin, sammle ich immer Müll ein.“ Da werde sie auch öfter angesprochen. „Die Leute fragen, was ich da mache“, erzählt Karin Maack. Zur Aktion ist sie unangemeldet gekommen. „Ich ärgere mich über den ganzen Dreck in der Natur“, sagt sie. „Ich kann das nicht verstehen, überall stehen Mülleimer.“ Sie finde es traurig, dass die Natur so zugemüllt wird. Deshalb kämpft sie nicht nur tagtäglich, sondern auch beim offiziellen Dreck-weg-Tag dagegen, „dass Hochdahl verdreckt“ und möchte mit gutem Beispiel vorangehen. Am Ende stehen dann unzählige Säcke voller Müll bereit, die die Abfallbeauftragte entsorgen lässt.