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Erkrath: Nicolai Zimmermann neuer Leiter in Kinderhaus Sandheide

Erkrath : Kinderhaus hat neuen Leiter

Seit April dabei, steht für Nicolai Zimmermann und Team jetzt die Betreuung im Ferienspaß für Kids bis 14 Jahre an.

Seit April leitet Nicolai Zimmermann als Nachfolger der zu Jahresbeginn völlig unerwartet verstorbenen Annette Schinnenburg das Kinderhaus Sandheide am Irene-Nett-Weg. „Mein Start hier fiel ja fast mit dem Corona-bedingten Lockdown und der damit verbundenen Einstellung aller Aktivitäten für die Kids zusammen“, resümiert der sympathische Sozialpädagoge seinen „kinderlosen“ Start und erzählt beim Frühstück in der Küche von seiner bisherigen Laufbahn: „Nach dem Studienabschluss 1997 habe ich in meiner Heimatstadt Velbert ein Jugendhaus zusammen mit einer Kollegin aufgebaut, die eine Dreiviertelstelle innehatte, sowie fünf Honorarkräften und einem Berufspraktikanten. Da haben wir ähnliche Strukturen vorgefunden wie hier.“

Weitere Stationen für den inzwischen 50-Jährigen waren eine langjährige Tätigkeit im Jugendamt Essen sowie zuletzt ein zweijähriges Projekt in der Jugend- und Familienhilfe in Velbert. Nun kehre er also zu seinen Wurzeln, der Kinder- und Jugendarbeit, zurück. „Ich habe hier ein hochmotiviertes und offenes Team vorgefunden, das mich vorbehaltslos aufgenommen hat.“ Die Zeit, als keine Kinder und Jugendlichen kommen durften, „war für den Start, so schlimm Corona und seine Folgen sind, bitte nicht falsch verstehen, wirklich hilfreich für uns. So konnten wir uns in kurzer Zeit so gut kennenlernen, dass ich das Gefühl habe, schon viel länger hier zu sein“, zeigt sich Zimmermann mehr als zufrieden mit seinen ersten drei Monaten. Parallel mit ihm nahm Sozialarbeiterin Ezgi Dilan Agcicekoglu ihre Tätigkeit im Kinderhaus auf.

Auch für die Zusammenarbeit mit Jugend- und Sozialamt, dem Quartiersmanagement Sandheide sowie dem TSV Hochdahl und dem Kollegium der GGS Sandheide hat er nur lobende Worte. So wird das Team in den bevorstehenden Sommerferien zwei Themen-Wochen anbieten (siehe Info-Box). „Unsere Kids haben auch für die ‚Linie des Optimismus’ im Wäldchen hier am Kinderhaus – eine Aktion des TSV Hochdahl, die Mut machen soll, die Corona-Pandemie gemeinsam gut zu überstehen – zahlreiche Steine gestaltet. Leider fand jemand die wohl genauso schön wie wir, denn fast alle sind gestohlen worden.“

Kinder haben sich schnell an die Hygieneregeln gewöhnt

Daher werden die neu gestalteten Steine als Begrenzungssteine das Blumenbeet im Garten hinterm Kinderhaus zieren: „Als Erinnerung an das Corona-Jahr 2020“, sagt Zimmermann. Das gemeinsame Malen und Gestalten ist eine Aktion, bei der die geforderten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. „Die Kids haben sich nach der Wiedereröffnung Mitte Mai super schnell an die neuen Regeln gewöhnt. Nach dem Betreten gehen alle direkt zur Toilette, um sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren“, lobt Nicolai Zimmermann, der von allen nur „Nic“ genannt wird, die jugendlichen Besucher. „Wir versuchen eben in allen Bereichen kreativ mit Corona umzugehen. Dazu gehört auch, dass wir die Tradition der Gesellschaftsspiele wiederaufleben lassen“, sagt Zimmermann.