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Erkrath: Kinder lernen Instrumente kennen​

Musik in Erkrath : Instrumente zum Ausprobieren

Zahlreiche musikinteressierte Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sind der Einladung der städtischen Musikschule zum „Tag der offenen Tür“ in die Sechseckschule gefolgt. Begleitet durch das Fachkollegium konnten die Besucher den Musikschulalltag kennenlernen.

Nicht nur in der Theorie, denn neben dem Informationsaustausch war anschauen, anfassen und ausprobieren der vielen bereitgestellten Instrumente erwünscht.

„Opa hat vielleicht mit seinem Klarinettenspiel den Enkel neugierig gemacht, aber die Faszination eines Musikinstruments wird erst durch das Ausprobieren erlebt“, sagt Guido Mallwitz, langjähriger Leiter der Erkrather Musikschule. Die Gelegenheit dazu wurde Kindern und Eltern auf allen Etagen der Schule angeboten. In den Klassenräumen ermutigten Fachlehrer die Kinder, Streich- und Zupfinstrumente wie Violine, Gitarre und auch E-Gitarre erklingen zu lassen. Ein erstes Klavierspiel durfte mit Anleitung probiert werden.

Da wurde mal sachte, mal energisch in Holz- und Blechblasinstrumente gepustet und Schlaginstrumente wurden mit viel Temperament bearbeitet. Nino Immeyer (5), der bereits in der Kindertagesstätte Sankt Franziskus im Rahmen des Musikprogramms der Jugendmusikschule C-Flöte lernt, ist begeistert vom Schlagzeug und ruft: „Ich kann das schon fast!“ Nebenan erklärt Smilla Dahl geduldig dem kleinen Finn (6), wie man der Querflöte mit einem breiten Lächeln auf dem Mund einen Ton entlockt. Johann (4) darf mit Hilfe von Stephan Gerhardt, Musikpädagoge für Violine, Viola und Streicherensemble, den Bogen auf der Viertelgeige führen.

Vater Samuel Heitkamp hat früher in einem Schlagwerk-Orchester gespielt und Hausmusik gemacht. „Hausmusik hat heute an Bedeutung verloren“, bedauert Gitarrenlehrerin Dorothea van Oost. Aber es sei wichtig, dass Eltern das Musizieren ihrer Kinder begleiten und ihnen zuhören. Dorothea van Oost ist auch im Freundeskreis der Jugendmusikschule Erkrath engagiert. Der hat nicht nur das Buffet mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee bereitgestellt, sondern unterstützt die Jugendmusikschule noch in vielen anderen Bereichen. So werden sehr begabte oder ökonomisch weniger gut gestellte Schüler zum Beispiel durch Instrumente, Zuschüsse zu Unterrichtsgebühren und Orchesterfahrten oder durch eine besondere musische Förderung unterstützt. Kristin Büngener lobte das Engagement des Freundeskreises sehr. Ihr Sohn Anton (9 Jahre) spielte zunächst Blockflöte und kann nun Violine erlernen. Sohn Simon (13) spielt Euphonium im Blasorchester und findet die Lehrer „super“.

Das Kollegium der Musikschule unterrichtet auch an Kindertagesstätten und in Schulen in allen Stadtteilen Erkraths. Im Rahmen der Kooperation mit dem Gymnasium Hochdahl ist die Musikschule sogar in den regulären Schulunterricht integriert. Nicht jeder kann oder will musizieren, aber alle sollen die Chance haben, Musik zu erleben und daran Freude zu entwickeln – das ist das Credo von Musikschulleiter Guido Mallwitz.

Informationen zu den Unterrichtsstandorten, das komplette Programm der Jugendmusikschule Erkrath sowie Kontakt zum Freundeskreis gibt es im Internet unter der Adresse:

 www.erkrath.de

(hup)