Erkrath: Bürger fahren über 60.000 Kilometer beim Stadtradeln

Erkrath : 60 000 Kilometer in die Pedale getreten

Beim Stadtradeln 2019 machten 258 Erkrather mit. Die Stadt prämierte erfolgreiche Radler und verloste Preise unter allen Teilnehmern.

Einen passenderen Rahmen konnte Lena Brümmer, Klimamanagerin der Stadt Erkrath, nicht finden, um die erfolgreichsten Einzelteilnehmer und Teams des diesjährigen „Stadtradelens“ gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin, Regina Wedding, zu ehren. Auf der Bühne, die anlässlich des Sommerfests mit dem parallel stattfindenden, von Lena Brümmer organisierten „Mobilitätstag“ aufgebaut war, überreichte die
Vize-Bürgermeisterin die hochwertigen Preise.

Der Hauptpreis ist ein hochwertiges Pedelec

„Wir haben zwischen allen Teilnehmern, die im Rahmen des Wettbewerbs mindestens 20 Kilometer zurückgelegt haben, die Verteilung der Preise ausgelost“, verrät die engagierte Klimamanagerin Brümmer. So durfte sich Karin Tost, stellvertretend für das Team des SKFM Erkrath, über den Hauptgewinn, ein hochwertiges Pedelec, und zwei Freikarten für das Neanderbad freuen. Weitere Gewinne waren Gutscheine von „Radsport Michalsky“ im Wert von 20 bis 40 Euro sowie zwei Eintrittskarten für das Bad an der Neanderhöhe. Diese gingen an Teilnehmende aus den Teams Timocom, Offenes Team Erkrath und Quattro Stagioni. Über Inspektionsgutscheine der Firma „Evelo Arbeiter“ sowie Eintritte ins Neanderbad freuten sich Mitglieder der Teams „Begegnung in Erkrath“ und erneut solche von SKFM Erkrath.

Die meisten Kilometer legte das Team Timocom mit insgesamt 9395 Kilometern zurück, was den Teilnehmenden 26 Freikarten zum Schwimmen im der Firma schräg gegenüberliegenden Bad einbrachte. Die meisten Kilometer pro Teilnehmer hat das Team Neanderthal biKing um Kapitän Herbert König mit 1072 Kilometern erradelt.

Auch er erhält zwei Gutscheine für das Bad. Mit mehr als 60 000 Gesamtkilometern übertrafen die 258 Frauen und Männer aus 22 Erkrather Teams das Vorjahresergebnis (45 000 Kilometer bei 250 Teilnehmern) deutlich, landeten allerdings kreisweit nur auf dem siebten Platz.

Anders als Ratsmitglied Schmidt verbucht Lena Brümmer dieses Ergebnis auf der Haben-Seite für das Klima. Immerhin seien somit 8600 Kilogramm CO2 eingespart worden, die ein CDU-Mitglied des Ausschusses für Planung und Verkehr in der letzten Sitzung allerdings anzweifelte: „Bei aller persönlicher Wertschätzung für Sie, Frau Brümmer“, wie er in Richtung der Klimamanagerin versicherte: „Ich glaube nicht, dass man von einer so hohen Einsparung ausgehen kann. Ich würde ja auch nicht das Auto nehmen, sondern das Fahrrad, wenn ich um den Unterbacher See fahren will. Insofern ist eine Aktion wie das Stadtradeln meiner Meinung nach nichts als Augenwischerei“, urteilte er.

Da die meisten der mit dem Rad zurückgelegten Kilometer sicher nicht bei Sonntagsausfahrten zusammengekommen sind, sondern indem die Teilnehmer bewusst auf das Auto verzichtet haben, wie es Sinn dieser Aktion ist, kann sich die Umwelt bei allem Zweifel über eine gehörige Schadstoffeinsparung freuen – zumal die Aktion bundesweit stattfindet.

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