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Einsatz der Generationen bei der Jugendfeuerwehr

Einsatz der Generationen bei der Jugendfeuerwehr

Senioren aus dem Rosenhof sind zu Gast bei der Jugendfeuerwehr und zeigen sich von der Arbeit der jungen Leute beeindruckt.

Hochdahl. Jung trifft alt — unter diesem Motto hat die Jugendfeuerwehr Erkrath am Samstag zehn Senioren des Rosenhofes Hochdahl durch ihre Wache an der Schimmelbuschstraße geführt.

„Diese Besichtigung ist die Fortsetzung eines im vergangenen Jahr begonnenen Projekts. Damals haben wir einen Spielenachmittag im Rosenhof veranstaltet und die Bewohner dort besucht. Heute ist es umgekehrt, und die Senioren besuchen uns“, erläutert Björn Uhr, Leiter der Jugendfeuerwehr.

Der Wunsch nach einer Besichtigung der Wache sei von den Senioren gekommen: „Das Thema kam beim Spielen auf und wurde jetzt in die Tat umgesetzt“, sagte Uhr. Um den Senioren diesen Wunsch zu erfüllen, hatten sich acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr Zeit genommen.

Einige von ihnen waren auch am Projekt im vergangenen Jahr beteiligt und können nur positives berichten: „Die Leute haben sich im vergangenen Jahr wahnsinnig gefreut, dass wir da waren“, erinnert sich Marvin Steinacker (14). Er hofft, dass auch die Besichtigung der Wache für Begeisterung unter den Senioren sorgen wird.

Gruppenleiter Philipp Franken (17) hält die Aktion noch aus einem anderen Grund für sinnvoll: „Ich hoffe, dass wir den Leuten die Angst vor einem Feuerwehreinsatz nehmen können. Wenn es zum Ernstfall kommen sollte, reagieren sie vielleicht ruhiger, weil sie vorbereitet sind.“

Nachdem die Senioren mit drei Feuerwehrautos vom Rosenhof zur Feuerwache gebracht wurden, erwartete sie zuerst eine kleine Einführung ins Feuerwehrleben. Danach begann die Führung durch die Wache, die in der großen Halle bei den Feuerwehrautos endete. Dort hatten die Senioren Zeit, sich Ausrüstung, Einsatzwagen und Techniken von den jungen Feuerwehrmännern persönlich zeigen und vorführen zu lassen.

Besonders interessiert zeigte sich Reiner Wulfert, der die Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Fragen löcherte und sich besonders für das große Feuerwehrauto interessierte. „Mich interessiert alles, was mit Technik zu tun hat“, sagte der Bewohner des Rosenhofes.

Als er die „Kübelspritze“, ein Einsatzgerät zum schnellen Löschen von kleinen Bränden, sieht, erinnert er sich außerdem an seine Kindheit. „Das Gerät kenne ich noch von Löschübungen aus meiner Schulzeit. Zurzeit des Krieges gehörte es praktisch zum Alltagsbedarf.“

Auch an die Handhabung erinnerte sich der Rentner und begann sofort eifrig Wasser zu pumpen. Charlotte Werner interessierte sich besonders für die Rettungsausrüstung. Sie ließ sich von Philipp und Erick Franken erklären, welche Schutzmaßnahmen die Feuerwehrleute im Ernstfall treffen müssen, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden.

Nach der Führung ist sie beeindruckt: „Es ist erstaunlich, wie viel Material in einem solchen Wagen zu finden ist.“ Nach der Besichtigung der Wagen, blieb noch Zeit für Gespräche zwischen den Jugendlichen und den Senioren.

Zum Abschluss des Rundganges wurde den Senioren anhand eines simulierten Küchenbrandes gezeigt, wie ein Einsatz und die Rettung einer bewusstlosen Person im Ernstfall ablaufen. „Es war ein rundum gelungener Tag“, fasste Marianne Hoffmann zusammen. „Es ist bemerkenswert, mit welcher Begeisterung die jungen Leute das hier machen“.