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Einmal Universum hin und zurück, bitte!

Einmal Universum hin und zurück, bitte!

Im neuen Trimester lockt das Stellarium in Hochdahl neben bewährten Klassikern auch mit ganz neuen Shows.

Erkrath. Am Volksbildungszentrum Sternwarte Neanderhöhe hat das neue Trimester begonnen. Neben bewährten Klassikern für Kinder in den Sommerferien umfasst das neue Programm für Juni/September auch einige neu entwickelte Shows. Familienveranstaltungen, Entdeckungsreisen, Spezialvorträge und Traumreisen locken insbesondere ins Planetarium „Stellarium Erkrath“ im Bürgerhaus. Im Observatorium am Sternwartenweg finden zur Mondfinsternis am Freitag, 27. Juli, und dem Perseidenregen am Freitag, 10. August, keine Beobachtungen statt, weil es im Sommer erst sehr spät dunkel wird.

Ein besonderes Highlight in der Kategorie „Stellarium Spezial“ ist die live moderierte Vorführung „Astronomie in Shakespeares Werken“. Der englische Dramatiker William Shakespeare hat in seinen Stücken weit mehr als 800 Anspielungen auf den Himmel im Allgemeinen und Planeten, Kometen und Finsternisse im Besonderen gemacht. „Es war eine interessante Epoche, in der die ersten Seefahrer und Kaufleute interkontinental unterwegs waren“, weiß Peter Richter, Vorsitzender des Vereins Sternwarte Neanderhöhe. „Genauere Methoden der Navigation mussten entwickelt werden und die Astronomie trennte sich von der Astrologie.“ Entwickelt wurde die Show vom ehemaligen Dozenten Manfred Köppl. „Zu Shakespeares Zeiten war es spannend in der Astronomie“, sagt Köppl. „Der Italiener Giordano Bruno wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er ein unendliches Weltall postuliert hatte.“ Termine sind Freitag, 29. Juni, 16.15 Uhr (auf Deutsch) sowie Samstag, 23. Juni, und Donnerstag, 5. Juli, jeweils um 16.15 Uhr in englischer Sprache.

Anna Major, Stellarium

Ebenfalls neu ist die Vorführung „Unter’m Kreuz des Südens — Stars Down Under“ am Sonntag, 8. Juli um 16.15 Uhr. Auf der Südhalbkugel ist der Sternenhimmel ein ganz anderer als bei uns. Das haben auch die erwähnten Seefahrer erfahren und sich neu orientieren müssen. Aus dieser Zeit stammen die Namen einiger Sternbilder am Südsternhimmel wie „Kompass“, „Sextant“ oder „Schiffskiel“. Diese teils interaktive Veranstaltung erklärt den Sternenhimmel über der Südhalbkugel und gibt Tipps zur Orientierung.

„Ich möchte gerne hinweisen auf die Traumreise ,Polarnacht’ am 28. Juni und 6. September um 18.45 Uhr“ sagt Anna Major, Mitarbeiterin des Stellariums Hochdahl. „Die ist zwar nicht neu, aber bei den Besuchern sehr beliebt“. Es handelt sich um Zusammenstellungen von Bildern aus den Jahren 2015, 2016 und 2017, die beim jährlichen Wettbewerb „Astronomy Photographer of the Year“ des Royal Observatory Greenwich in London prämiert wurden. „Dazu gibt es ein paar virtuelle Flüge durch das Sonnensystem, ideal zum Staunen und Entspannen“, so Anna Major.

Für Kinder wird in den Ferien ein erweitertes Programm angeboten, mit Full-Dome-Kinovorführungen wie zum Beispiel die Premiere von „Maya Archäoastronomie: Beobachter des Universums“.

Natürlich sind auch die Klassiker wie „Milliarden Sonnen“, „Der Regenbogenfisch und seine Freunde“ oder „Peterchens Mondfahrt“ wieder im Spielplan.