Die Erkrather Wirte müssen tiefer in die Tasche greifen

Die Erkrather Wirte müssen tiefer in die Tasche greifen

Es klemmet im Erkrather Haushalt. Der Rat hat deshalb gleich mehrere Steuererhöhungen durchgewunken.

Erkrath. Gleich im Paket wollte der Rat der Stadt eine ganze Palette an Steuererhöhungen durchwinken. Wer Spielautomaten aufstellt, muss mehr zahlen, auf dem Standesamt wird es teurer und auch die Wirte werden kräftig zur Kasse gebeten. 2,50 Statt bislang 1,50 Euro pro Monat und Quadratmeter Außenfläche sollen die Erkrather Gastronomen ab dem kommenden Jahr zahlen. Dagegen sprachen sich nun im Rat nur die Erkrather Grünen aus. Reinhard Knitsch: „Ich befürchte, dass durch diese zusätzliche Gebühr einige Betrieben aufgeben müssen“.

Man habe es in der Vergangenheit schon oft genug erlabt, dass einige Restaurants und Betriebe öfter die Besitzer wechseln. Die zusätzliche Gebühr sei eine Belastung, die man den Wirten nicht noch zusätzlich in Rechnung stellen müsste.

„In Erkrath ist es schon schwer genug, eine Kneipe wirtschaftlich zu betreiben“, Knitsch sah ein, dass die Gebühren im kreisweiten Vergleich immer noch recht niedrig angesetzt sind. In Ratingen werden mit 5,40 Euro mehr als das Doppelte pro Quadratmeter und Monat aufgerufen.

Reinhard Knitsch, Grüne

Velbert nimmt bis zu fünf Euro pro Quadratmeter. In der Kreisstadt Mettmann werden 3,50 Euro und in Wülfrath drei Euro verlangt. Von den übrigen im Rat vertretenden Parteien hatte niemand Einwände, die Erhöhung der Gebühr wurde so beschlossen. Wie viele Wirte mit wie viel Quadratmetern betroffen sind und wie viel die Erhöhung bringen wird — wurde auf der Sitzung des Rats nicht bekannt.

In der Stadt Meerbusch etwa wird die Terrassengebühr anders gerechnet. Die Stadt hatte die Gebühr auf 24 Euro pro Quadratmeter und Jahr erhöht. Die Folge war, dass Gastronomen ihre Außenflächen teilweise drastisch verkleinert haben und Tische und Stühle enger zusammen gestellt wurden. Viele Gastronomen klagten über Kosten in Höhe von bis zu 4000 Euro im Jahr.

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