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Der Erkrather Hoppeditz läutet die Karnevalssession ein

Der Erkrather Hoppeditz läutet die Karnevalssession ein

Die Narrenschar feiert ausgelassen unter dem Dach der Markthalle.

Erkrath. Erkrath Helau! Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Am 11.11. um 11.11 Uhr stieg der Hoppeditz aus seiner Kiste und ging froh gelaunt zum Rednerpult. Bei Nieselwetter drängte sich die närrische Schar unter der Markthalle am Bavierplatz und wurde mit Karnevalsliedern auf den magischen Moment eingestimmt. Die Karnevalsgesellschaften „Die Letzten Hänger“ (Veranstalter) und die „Große Erkrather“ vergaßen ihre Rivalität und feierten gemeinsam.

Der Hoppeditz, das ist seit acht Jahren Wolfgang Scheurer, der in dieser Session allerlei jecke Jubiläen feiert: seit 55 Jahren im Karneval aktiv, genauso lang, wie es die Letzten Hänger gibt, dazu der 66. Geburtstag und die Freude über 55 Jahre Bundesliga. Seit diesem Jahr ist Scheurer wieder Präsident der Letzten Hänger und wird am 25. November mit seiner Frau Christiane zum zweiten Erkrather Prinzenpaar gekrönt. Ihre Vorgänger, Heide und Franz Caron, waren beim Hoppeditz-Erwachen ebenfalls zugegen und gaben den Scheurers ihre guten Wünsche mit auf den Weg.

Wie es Tradition ist, holte der Hoppeditz zu einem gereimten Rundum-Schlag über alles aus, was seit Aschermittwoch in Erkrath und der Welt so passiert ist. An erster Stelle war die Tour de France zu nennen, die Erkrath einen kurzen Auftritt im Weltfernsehen beschert hatte. Laut Hoppeditz war es „megageil“ und alle waren „außer Rand und Band“. Feiern könnten die Erkrather sowieso, wie das Erntedankfest mit der Kärntner Band „Kärnseife“ oder das Brückenfest gezeigt hätten. Bei Letzterem habe es gar eine Anzeige wegen Ruhestörung gegeben, doch davon wolle man sich nicht einschüchtern lassen. Für nächstes Jahr sei die Strafgebühr in Höhe von 55 Euro schon eingeplant.

Der Hoppeditz lobte die Spendensammlung für den Hospiz-Anbau, aber kritisierte den Umgangston des Ordnungsamtes und dass Hochdahl mehr Zuwendungen aus der Stadtkasse erhalte als andere Stadtteile. Er wolle der Prinz für alle Erkrather sein. Darauf antwortete Bürgermeister Christoph Schultz: „Die Bürger von Hochdahl bekommen nicht weniger oder mehr, als die in Alt-Erkrath oder Unterfeldhaus, jedenfalls ungefähr.“

Das Motto hatte der Sänger Cisco Steward ersonnen, der zum Abschluss noch sein selbstkomponiertes Motto-Lied präsentierte. Zuvor hatten die „Hoppedötze“, die Kinder-Tanzgarde der Großen Erkrather, unter der Leitung von Janine Steffens ihre neuesten Tänze aufgeführt. Erkraths „First Lady“ Sina Schultz brachte ihre Cheerleader-Gruppen „Dragon Girls“ aus Unterbach mit, die dem Publikum ebenfalls kräftig einheizten.