Der Campus Sandheide in Erkrath nimmt Gestalt an

Erkrath : Campus Sandheide nimmt Form an

Bei der Info-Veranstaltung der Stadt gab es Bedenken, was den Verkehr betrifft.

Rund 50 Bürger und Politiker waren der Einladung der Stadt gefolgt, sich über den aktuellen Planungsstand für den Campus Sandheide zu informieren. Auf dem Gelände der abgebrannten Grundschule wird deren Neubau sowie der zurzeit in Alt-Erkrath beheimateten Förderschule samt Sporthalle, Gemeinschaftsgebäude und Außenfläche wie Pausenhof und Sportflächen realisiert.

Im November wird es einen Architektenwettbewerb geben

Dazu hatte Jana Fricke, die das Projekt verantwortet, Dirk Haas vom Büro „Architects Urbanistics“ eingeladen. Auf eine Leinwand projiziert erläuterte er zunächst den Beteiligungsprozess, bei dem die Kollegien, Schüler- und Elternvertreter in Workshops ihre Anforderungen, Wünsche und Ideen erarbeiteten. Deren Ergebnisse sowie die des Werkstattgesprächs mit den Akteuren aus dem Stadtteil flossen in das Konzept ein. Im November soll dazu ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Einige Räume des geplanten Gemeinschaftshauses stehen auch für externe Nutzung, etwa durch die Musikschule, oder für öffentliche Veranstaltungen offen.

Für beide Schulen ist ein jeweils eigenes Gebäude vorgesehen. Die Grundschule, die dreizügig für rund 300 Schüler angelegt werden wird, ist auf drei so genannte Cluster verteilt: Um einen gemeinsamen Spiel- und Ruhebereich gruppieren sich vier, zugweise gemischte Klassenräume mit je einem Nebenraum. Auch die Ogata nutzt dieses Raumprogramm für ihren Betrieb, so dass eine optimale Auslastung am Vor- und Nachmittag erfolgt.

Die Förderschule, die Schüler der Primar- und Sekundarstufe aufnimmt und dadurch mehr Platzbedarf auch für Fachräume hat, wird in sieben Clustern mit Lern- und Differenzierungsräumen sowie einem für Psychomotorik, einem Teamstützpunkt sowie Garderoben und Toiletten insgesamt 14 Lerngruppen mit maximal 14 Schülern unterrichten. Gemeinsam von beiden Schulen genutzt werden eine Sporthalle mit Mehrzweckraum sowie ein Fußballfeld, das E-Jugend tauglich ist.

Im geplanten Gemeinschaftshaus sind ein Fachraum für Neue Medien, zwei weitere Kursräume, eine Gemeinschaftsküche und separate Mensen für beide Schulen, eine Kochwerkstatt für Eltern und ein Fachraum für Musik untergebracht. Alle diese Räumlichkeiten sollen auch von Externen genutzt werden können. Beide Schulen bekommen getrennte Pausenhöfe, der der Förderschule ist noch in einen Bereich für die Primar- und die Sekundarstufe geteilt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung