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Coole Wiever übernehmen in Erkrath die Regie

Närrische Markthalle : Ausgelassene Stimmung am Bavierplatz

Mehr als 300 Jecken feiern den Auftakt zur fünften Jahreszeit auf dem Erkrather Bavierplatz in der „Närrischen Markthalle“.

„Helau, Erkrath“ schallt es von der großen Bühne am Bavierplatz. Pünktlich um 11.11 Uhr haben mehr als 300 Erkrather Jecken den diesjährigen Karneval in der „närrischen Markthalle“ lautstark begrüßt. Überall wo man hinsieht: lustige, fröhliche Gesichter, ausgefallenen Kostüme und sichtlich ausgelassene Stimmung. Brigitte Küster, eine alteingesessene Jeckin, ist für „Die letzten Hänger“ schon seit vielen Jahren mit dabei, wenn Erkrath offiziell den Karneval eröffnet. „Ich freue mich immer auf Altweiber am Bavierplatz, die Stimmung ist toll, ich treffe hier viele nette Menschen“, sagt sie. Ihr Plan für die allseits beliebte Altweiber-Party: „Bis zum Ende durchhalten und dann in die Kneipe.“ Bis 18 Uhr gibt es Programm auf der Bühne am Bavieplatz.

Einen ausgemachten Höhepunkt brauchte die Feier nicht

Mal treten Bands auf, mal erzählen die Moderatoren Witze oder heizt das Kinderprinzenpaar den Bavierplatz ein. „Einen Höhepunkt gibt es nicht“, meint Mitveranstalter und Prinz Udo Wolffram. Der Präsident und erste Vorsitzende der „Großen Erkrather Karnevals-Gesellschaft 1994“, freue sich auf viele unterschiedliche Events. Für ihn sei besonders wichtig, dass alle ausgelassen und friedlich feierten.

In den vergangenen Jahren, so bestätigt auch der Sanitätsdienst auf Anfrage, sei es immer ruhig geblieben. Probleme mit Schnapsleichen oder sogenannten jungendlichen Party-
Crashern, die Karneval mit einer Krawallveranstaltung verwechseln, gebe es kaum. Ursula Hoffmann-Schmidt ist dieses Mal wieder mit von der Partie. „Ich bin heute zum ersten Mal seit Jahren wieder mit dabei.“ Sie erfreue sich, Nachbarn und Bekannte anzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen, sagt die Rentnerin.

Aber nicht nur für die großen, erwachsenen Jecken ist die Altweiber-Party interessant. Auch für die jüngeren kostümierten Gäste lohnt sich der Besuch. Für die kleine Alina (9), die sich als Squaw verkleidet hat, sind vor allem „die vielen verschiedenen Kostüme interessant“. Für den kleinen Robin, der als bunter Pirat verkleidet war und eigens aus Düsseldorf mit Oma und Opa angereist ist, ist die Stimmung entscheidend. „Ich singe gerne mit und esse hier Süßes, das esse ich nämlich zu Hause kaum“, sagt der Zehnjährige. Und das kostete der Junge gestern richtig aus.