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Bunter Abend der Großen Erkrather KG

Erkrath : Die Jecken schunkeln beim Bunten Abend

In der Stadthalle feierten die Erkrather Karnevalisten am ein rauschendes Fest. Zu erleben waren unter anderem die „Altstadt-Funken“ aus Monheim. Es gab auch eine Neuerung bei der Moderation der Feier.

In Erkrath hat die heiße Phase des Karnevals begonnen. Der Bunte Abend am Samstag in der Stadthalle war ein rauschendes Fest, bei dem später auf den Tischen getanzt wurde und das erst um Mitternacht mit dem Ausmarsch der Großen Erkrather KG und des Prinzenpaares endete. Mehr als 400 meist bunt kostümierte Erkrather und Gäste füllten die Halle. Prinz Udo I. und Prinzessin Sabine I. waren mit Leib und Seele dabei und repräsentierten ihre Stadt würdig und sympathisch.

Wer den Erkrather Karneval mitverfolgt, kannte viele Programmpunkte bereits. Dazu gehörten die ausgelassenen Einmärsche der Karnevalsgesellschaften, das kurze Gedicht des Kinderprinzenpaares und die Auftritte der Tanzgarde „Hoppedötze“. Neu war in diesem Jahr, dass sich mehrere Vertreter die Moderation teilten, weil Udo Wolffram, Präsident der Großen Erkrather, diesmal als Stadt-Prinz „überparteilich“ ist. Seine Schwester Marion Güde, Kurt Fenn von den Närrischen Schmetterlingen aus Düsseldorf und Prinzenführer Hartmut Forchert vertraten ihn jedoch kongenial.

„Es ist der helle Wahnsinn! Erkrath ist noch Karneval von Herzen“, lobte Kurt Fenn, der schon viele Prunksitzungen erlebt hat. Kinderprinz Fin Leo I. und Prinzessin Jolina I. verkündeten unter Jubel, dass „mit den Hausaufgaben jetzt Schluss“ sei und dass sie ihre Nervosität ablegen und das „verschlumpfte Erkrath“ nun „bravourös“ regieren wollten. Dann folgten die Erwachsenen. Kurt Fenn und Hartmut Forchert waren sich einig, dass Sabine I. das „Schönste ist, was Erkrath zu bieten hat“. Aber keine Chance für Udo I. und die anderen Bewunderer: Sabine ist seit kurzem glücklich vergeben. Prinz Udo betonte, dass auch er glücklich verheiratet sei, und das nun schon seit drei mal elf Jahren. Seine Frau Marion habe seine „Prinzenrolle“ sogar erst ermöglicht.

Prinz und Prinzessin verschenken Schoko-Kekse an Gastgeber

Dieser Spitzname stamme übrigens von einem Mallorca-Urlaub, wo sich Udo mit einem gemieteten Motorroller etwas unelegant auf die Straße gelegt hatte, wie er erzählte. Prinzessin Sabine hat deshalb bei Auftritten immer eine Packung der gleichnamigen Schoko-Kekse dabei, die sie an die jeweiligen Gastgeber verschenkt. „Es macht mich wahnsinnig stolz, die Stadt Erkrath im Karneval zu vertreten“, freute sich Sabine, die als Vize-Bürgermeisterin weiß, wovon sie spricht. Das Prinzenpaar dankte seinen fleißigen Helfern wie Hofdamen, Fahrern und Fotografen, und besonders Sabines Tochter Chantal, die ihr den Rücken freihalte. Das ständige Herumreisen in der Weltgeschichte wäre gar nicht möglich, wenn Chantal zuhause nicht die vielen Tiere versorgen würde. „Bitte nehmt auch eure Freunde, egal welcher Herkunft und Religion, an die Hand und zeigt ihnen, was Karneval sein kann“, sagte Sabine, die 2016 schon ein Flüchtlingspaar bei sich aufgenommen hatte. Was Karneval sein kann, zeigten im Anschluss die „Altstadt-Funken Monheim“ sehr eindrucksvoll. Ihre energiegeladene Show strotzte vor Akrobatik, und die schiere Anzahl der Tänzer versetzte die Zuschauer in Erstaunen.

Bine und ihre Freundinnen hatten nichts anderes erwartet: „Wir kommen seit vier Jahren zum Bunten Abend und mögen das Programm“, sagt die inoffizielle Sprecherin ihres Kegelclubs „Pink Pins“. Die Mädelstruppe feiert ihr elfjähriges Bestehen und nimmt jede Party in Erkrath und Düsseldorf mit.