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Bürgersteig-Umbauten kommen nicht voran

Bürgersteig-Umbauten kommen nicht voran

Die Absenkung von Bordsteinen erfolgt nur „bei Bedarf“.

Erkrath. Einen Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen zu benutzen wird an Erkrather Straßen weiter besondere Mühe machen. Die Kanten an Bürgersteigen bieten Hürden, abgesenkte Bordsteine an Einmündungen und Straßenkreuzungen fehlen weitgehend. Im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr hat die Verwaltung erklärt, dass sie mit nötigen Umbauten vorerst nicht weiter kommen wird.

„Es muss etwas geschehen. Leute gehen in Unterfeldhaus teilweise auf der Straße“, sagte Ausschussmitglied Sabine Schimke (SPD). Die Umbauten seien wünschenswert, ebenso wie tastbare Markierungen für Sehbehinderte, bestätigte Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs. Es sei aber nicht genug Personal vorhanden, um die Arbeiten zu betreuen: „Wir sind schon überlastet.“

Laut Heffungs werden die meisten Arbeiten an Bordsteinen von den Stadtwerken und den Telekommunikationsunternehmen veranlasst. Ausgeführt würden sie dann von Tiefbaufirmen. Dennoch bräuchte ein städtischer Mitarbeiter jeweils vier bis fünf Arbeitsstunden, um einen Straßenaufbruch zu bearbeiten.

Nur jede zehnte der insgesamt 300 Baustellen im Jahr könne überhaupt kontrolliert werden. Kämen dann noch Änderungen dazu, müssten Entwässerungseinrichtungen umgeplant werden. „Das ist technisch kein Problem. Aber es braucht Zeit“, sagte Heffungs: „Einfach nur zu den Baufirmen zu sagen ,macht mal’ reicht nicht.“

Tipps hatte Ausschussmitglied Monika Hustädt (BmU) für das Tiefbauamt: Man könne die Endabnahme sparen, wenn ein Mitarbeiter der entsprechenden Kabelfirma ein Bild per Fotohandy machen würde: „Ein Klick und schon ist die Sache klar.“

Die Absenkung von Bordsteinen erfordere Umsicht, stellte Zuhörerin Ruth Specht aus Hochdahl heraus: „Als das eingeführt wurde, hatten wir Schwierigkeiten mit Stufen an den Übergängen.“ Nachträgliche Änderungen seien teuer geworden.

Beschlossen ist, dass künftig die Kabelunternehmen die Absenkungen vornehmen lassen sollen - „bei Bedarf“. Die Verwaltung soll die entsprechenden Verträge ändern, dafür haben Grüne, SPD und BmU gestimmt. CDU und FDP enthielten sich der Stimmabgabe, Thorsten Spelter (CDU) stimmte dagegen. dil