Awo-Wohnhaus „Mogli“ gestaltet Wohnheim um

Awo-Wohnhaus „Mogli“ gestaltet Wohnheim um

Die Katholische Jugend half im Rahmen der Sozialaktion „Uns schickt der Himmel“, das Außengelände eines Wohnheims umzugestalten.

Hochdahl. Lautes Hämmern auf Steinplatten, intensiver Lackgeruch und alle zehn Sekunden Zurufe wie dieser: „Kannst du mir mal den Pinsel rüberwerfen?“ Wer sich dem Familienwohnhaus „Mogli“ in Hochdahl, hört bereits von weitem: Dort wird gearbeitet. Im Rahmen der bislang bundesweit größten Jugend-Sozialaktion „Uns schickt der Himmel“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), bei der Jugendgruppen in ganz Deutschland im Zeitraum von nur 72 Stunden ehrenamtlich soziale, ökologische oder interkulturelle Projekte realisieren, setzt sich die Katholische Jugend Hochdahl (KJH) direkt vor Ort für die Umgestaltung des Außenbereichs des Wohnheims ein.

Die Kerngruppe von rund zehn jungen Erwachsenen errichtet einen neuen, stabilen Fahrradschuppen und arbeitet zwei biedere Garagentore durch eine Umgestaltung so auf, dass sie nicht weiter als braune Schandflecken den Gartenbereich verunstalten. „Als wir von der 72-Stunden-Aktion hörten, war für uns sofort klar, dass wir da mitmachen“, sagt Christoph Hill (29), von der Leiterrungde der Katholischen Jugend, während er sich die Betonspritzer von der Hose wischt. „Die Kooperation mit dem Wohnhaus entstand durch den Kontakt einer unserer Jugendleiterinnen mit einer Erzieherin des Wohnhauses.“ Finanziert wird die Aktion aus den Einnahmen der Jahresaktion „Armut ist nicht sichtbar“ der KJH.

Inmitten der engagierten Ehrenamtler verlegt Schreinermeister Daniel Walter (35) die neuen Steinplatten für den Boden des Fahrradschuppens: „Ich finde es gut, neben meiner Arbeit beim SKM in Köln auch etwas in der Heimatgemeinde zu tun. Da nehme ich mir gerne Urlaub.“

Auch wenn das Wetter am ersten Tag nicht die optimalen Voraussetzungen für den Bau bot, ist die Motivation und gute Laune Katharina Tenter (28) und ihrer Schwester Rebecca (22) anzusehen, während sie mit Gemeindereferentin Heidi Bauer die Rückwand des Schuppens lackieren.

„Sich für andere einsetzen und dabei Spaß haben — diese Aktion verbindet Sinnhaftigkeit, Einsatz für andere und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen“, fasst Christoph Hill zusammen. Die Leiterin des Wohnhauses, Anja Knoche (47), ist begeistert vom Engagement der jungen Leute: „Unser Träger, die Awo Mettmann, unterstützt uns, aber trotzdem muss hier noch viel getan werden.“

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