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Ausschuss: Für Erkrather Schüler sollen mehr Busse fahren

Erkrath : Ausschuss beschäftigt sich mit überfüllten Bussen

Vor allem die Linie 742 ist morgens so voll besetzt, dass Schüler nicht mitfahren können und zu spät kommen.

Die von und nach Erkrath fahrenden Buslinien waren jetzt Thema im Ausschuss für Planung und Verkehr – die von Alt-Erkrath verkehrenden Linien 734 nach Düsseldorf und 743 nach Mettmann sowie von Hochdahl aus die 742 in die Kreisstadt und die 786 nach Hilden. Die drei letzteren werden auch von Schülern genutzt, die in den Nachbarorten zur Schule gehen. Hier hatten die Ratsparteien zahlreiche Beschwerden von Eltern erreicht.

Neben der fehlenden Pünktlichkeit beklagten sie, dass ihre Kinder, da morgens die Busse bereits überfüllt an den Haltestellen ankämen, oft gar nicht mehr zusteigen könnten. Ein Zuspätkommen zum Unterricht sei die Folge. Dies betrifft nach Auskunft der Grünen vor allem die Linien 742 und 786. Letzterem widersprach Marc Hildebrandt von der CDU, selbst Lehrer an der Gesamtschule, die von zahlreichen Erkrather Kinder besucht wird: „Bei uns kommen sie pünktlich an. Das sehe ich schließlich jeden Morgen“. Einig war man sich bei der Problematik auf der Linie 742 nach Mettmann, denn da käme hinzu, dass Gelenkbusse aufgrund der Kurvensituation hinab ins Neandertal von Hochdahl nicht eingesetzt werden können. Die Verwaltung wurde aufgefordert, mit der Rheinbahn über den Einsatz von Zusatzbussen in den Zeiten zu verhandeln, in denen die Schüler nach Mettmann und Hilden hin- und von dort nach Erkrath zurückfahren. Bei der Verbindung von Alt-Erkrath sollte sie darum bitten, das der Bus 15 Minuten früher fährt, damit ein pünktliches Erscheinen zum Unterrichtsbeginn gesichert sei. Keine Mehrheit hingegen fand der Vorstoß von Bündnis 90/Die Grünen, die Taktung auf der Linie 734 in den Zeiten zu erhöhen, in denen die Pendler zur Arbeit nach Düsseldorf und zurückfahren. Dies gelte besonders für Zeiten, in denen die S 8, die S 68 und/oder die S 28 aufgrund von Bauarbeiten oder anderen Vorkommnissen nicht oder nur eingeschränkt fahren. Uli Schimschock, Verkehrsexperte der SPD, bezeichnete dies als „Schnapsidee“, da die Busverbindung aufgrund ihrer langen Fahrzeit keine wirkliche Alternative zur S-Bahn-Nutzung darstellten und: „Den Schienenersatzverkehr bezahlt die Rheinbahn. Eine Erhöhung des Takts der 734 in solchen Zeiten ginge zu Lasten der Stadt“. krue