150 Helfer machen den Neandertallauf erst möglich

150 Helfer machen den Neandertallauf erst möglich

Ulrike Fritz ist Organisationsleiterin des Wettkampfes, zu dem am Sonntag 900 Teilnehmer erwartet werden.

Erkrath. Eins ist Ulrike Fritz (48) wichtig: „Ich organisiere den Neandertallauf ja nicht alleine. Das ist in diesem Jahr eine Gemeinschaftsarbeit von drei Sportvereinen — TuS Erkrath, Lauftreff Alt-Erkrath und TSV Hochdahl, einem erfahrenen Orga-Team und 150 Helfern, ohne die die Wettbewerbe gar nicht möglich wären.“ Eines kann Ulrike Fritz allerdings nicht leugnen: Sie leitet das Team. Die 27. Ausgabe des Neandertallaufs am kommenden Sonntag hat mit so vielen Herausforderungen zu kämpfen wie selten zuvor.

Frau Fritz, wie viele Läuferinnen und Läufer haben sich bisher für den Neandertallauf angemeldet?

Ulrike Fritz: Derzeit wollen rund 900 Sportler in den unterschiedlichen Wettbewerben an den Start gehen; im vergangenen Jahr waren es am Ende 1500 Sportler. Der Neandertallauf liegt immer auf dem dritten Sonntag im März — und der fällt in diesem Jahr zusammen mit dem Beginn der Osterferien.

Neunmalkluge könnten nun sagen: Dann hätten sie den Neandertallauf eben auf einen anderen Sonntag legen müssen…

Fritz: Da der Laufkalender mittlerweile vollgepackt und dadurch ein kleines Kunstwerk für sich ist, tun wir gut daran, mit dem Neandertallauf auf unserem angestammten dritten Sonntag zu bleiben. Den haben wir sicher. In diesem Jahr liegen die Osterferien halt schlecht. Aber die Meteorologen geben uns eine gute Wetterprognose. Das sollte die Unentschlossenen von der Couch holen. Der reguläre Anmeldeschluss ist Mittwoch, 16. März, 24 Uhr.

Sind Nachmeldungen möglich?

Fritz: Selbstverständlich. Allerdings nicht, wie all die Jahre zuvor, im aktuell mit Flüchtlingen belegten Bürgerhaus, sondern im Vereinsheim des TSV Hochdahl — dort, wo auch die Startnummern für den Neandertallauf ausgegeben werden. Die Siegerehrungen und Verpflegung gibt es in Zelten nahe Start und Ziel. Und ein Toilettenwagen steht auf dem Parkplatz den Aktiven und den Zuschauern zur Verfügung.

Viele Läufer sind schönwetter-fixiert. Rechnen Sie mit vielen Nachmeldungen?

Fritz: Auf bis zu 300 spontane Teilnehmer sind wir eingerichtet. Aber ganz ehrlich: Wir sind sehr froh um jeden, der sich innerhalb der normalen Frist anmeldet. Es gibt ja auch die, die mit gutem Beispiel vorangehen. Da ist das Gymnasium am Neandertal — im vergangenen Jahr zum ersten Mal dabei mit rund 40 Startern. Nun haben sich 80 Läufer der Schule angemeldet — trotz der Osterferien.

Alle Unternehmen müssen sparen. Wie stehen ihre Sponsoren zum Neandertallauf?

Fritz: Da muss ich wirklich drei Mal auf Holz klopfen: Sowohl die Stadtwerke Erkrath als auch die Kreissparkasse Düsseldorf halten uns die Treue. Ohne solche Sponsoren ginge das auch gar nicht. Deshalb sind wir alle sehr dankbar für dieses finanzielle Engage-ment.

Laufen Sie am Sonntag selbst mit?

Fritz: Das geht als Organisatorin gar nicht — obwohl man den Gruppen ein wenig wehmütig hinterherschaut, wenn sie loslaufen. Ich bin früher den fünf Kilometer langen Rundkurs um Hochdahl mitgelaufen — das ist eine Strecke über Asphalt und fast ohne Steigungen und Gefälle. Ideal für einen Start in die Laufsaison 2016. Unsere Königsstrecke, der Drittelmarathon über gut 14 Kilometer, ist eher etwas für Läufer, die bereits gut im Training stehen. Er hat zum einen Streckenabschnitte über Waldboden, zum anderen geht es ab Kilometer neun ans Eingemachte. Auf einer Länge von 1600 Metern geht es eine Steigung hinauf, die als anspruchsvoll bezeichnet werden kann.

Wie wichtig ist der Neandertalcup für einen Traditionslauf wie den in Hochdahl, der ja zum 27. Mal stattfindet?

Fritz: Viele Läufer haben mir gesagt, dass der Neanderlandcup eine zusätzliche Motivation zur Teilnahme ist. Ich glaube, dass der Kreis da etwas Gutes geschaffen hat — aber im Laufsport braucht es einen längeren Atem, um ans Ziel zu kommen und mehr und mehr Menschen davon zu überzeugen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung