Der Kreis trauert um Heinz Pensky

Der Kreis trauert um Heinz Pensky

Am Mittwoch Morgen verstarb der ehemalige Landrat im Alter von 88 Jahren.

Mettmann. Der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Landrat a.D. des Kreises Mettmann, Heinz Pensky, ist tot. Nach mehreren gesundheitlichen Rückschlägen starb er gestern Morgen im Alter von 88 Jahren im Haus Salem in Ratingen.

Bestürzt nahm Landrat Thomas Hendele die Nachricht auf. "Der Kreis hat mit ihm einen hochverdienten und hochgeschätzten Politiker verloren", schrieb er an unsere Redaktion. "Kreistag und Kreisverwaltung werden sein Andenken in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie."

Mit Trauer und Bestürzung hat auch die SPD Hösel/Eggerscheidt auf den Tod Heinz Penskys reagiert. "Die SPD trauert mit seiner lieben Frau Hilde", so der langjährige Höseler Landtagsabgeordnete und Schriftführer der SPD Hösel/Eggerscheidt, Hans Kraft. "Mit ihm verlieren wir nicht nur eine besondere Persönlichkeit, sondern auch einen verehrten Genossen, der uns bis zum Schluss mit seinem Rat zur Seite stand", sagte Elisabeth Müller-Witt, die Ortsvereinsvorsitzende der Ratinger SPD. Pensky habe sich um "unsere Stadt, unseren Kreis und weit darüber hinaus" verdient gemacht.

Heinz Pensky wurde am 21.August 1921 in Essen geboren und kam aus einer sozialdemokratisch geprägten Familie. Entsprechend früh war er in der sozialistischen Jugendbewegung aktiv. Nach dem Kriegs ging er zur Polizei, wechselte später zur Kripo. Er bildete sich an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie weiter und wurde 1954 als Geschäftsführer an die Spitze der Polizeigewerkschaft in NRW berufen.

Von der lokalen Ebene über den Unterbezirk bis hinauf zum Bezirksvorstand Niederrhein war Pensky viele Jahre für die SPD aktiv und bekleidete stets herausgehobene Funktionen. Zu seinen größten politischen Erfolgen gehörte sein direkter Einzug in den Bundestag 1969. Damit brach er im Norden des Kreises die seit der Gründung des Bundestags bestehende Vormacht der CDU und widerlegte die alte Weisheit "Einmal gewählt, wieder gewählt", indem er Willi Müser nach nur einer Wahlperiode den Rang ablief.

Pensky wurde viermal direkt in den Bundestag gewählt und schied mit der Wahl 1983 aus. Sein Vermächtnis im Kreisgebiet ist sein Einsatz für den Neubau des Neanderthal Museums, für dessen Realisierung er als Landrat unermüdlich gearbeitet hat.

Für seine vielen Verdienste um das Allgemeinwohl wurden Heinz Pensky hohe Auszeichnungen zuteil: 1973 erhielt er das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik, 1981 das Große Verdienstkreuz und 1992 den Verdienstorden des Landes NRW.

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