Deich im Kreis Mettmann drohte einzubrechen - Einsatz nach 44 Stunden beendet

Kreis Mettmann : Drohender Deichbruch - Einsatz nach 44 Stunden beendet

Nach dem drohenden Deichbruch im Kreis Mettmann ist der Dauereinsatz der Einsatzkräfte am Samstag beendet worden. Der Teich wurde auf einen ungefährlichen Wasserstand abgepumpt.

Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk waren seit Donnerstagnachmittag im Dauereinsatz im Kreis Mettmann. Die Gefahr: Der Deich eines Teiches drohte aufgrund eines Schadens dem Druck gehöriger Wassermassen nachzugeben. Der Großeinsatz wurde am Samstagmorgen nach knapp 44 Stunden beendet. Der Wasserdruck auf den Deich stellt keine Gefahr mehr dar.

Die Folge eines Dammbruchs wäre laut Angaben der Feuerwehr eine Hochwasser-Gefahr für Mettmann gewesen. Der Teich wurde auf einen Wasserstand von 60 Zentimetern abgepumpt, insgesamt wurden etwa 23.400.000 Liter Wasser umgepumpt.

Gleichzeitig zu den Hochleistungspumpen liefen Arbeiten, um den Schutzwall wieder zu stabilisieren, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein „Notablauf“ zum Mettmanner Bach wurde geschaffen, damit Wasser kontrolliert abfließen konnte. Eine Baufirma war vor Ort, um den Schaden an einem Ablaufrohr zu beheben.

Für den Fischbestand habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.

Da der betroffene Teich zudem ein Löschwasserteich ist, hatte die Feuerwehr die Wasserversorgung für die umliegenden Bauernhöfe für den Fall eines Brandes mit Schläuchen sichergestellt.

Technischer Defekt mögliche Ursache

Zu dem Loch im Deich sei es vermutlich durch einen technischen Defekt einem Ablaufrohr gekommen, der möglicherweise zu einem Rückstau führte, so ein Sprecher der Feuerwehr.

Wie Matthias Mausbach, Sprecher der Feuerwehr Mettmann, bestätigte, hatten die Einsatzkräfte am Donnerstag ein Loch im Deich in 2,50 Meter Tiefe festgestellt - dort, wo sich normalerweise der Ablauf befindet. Der Teich befindet sich an der Mettmanner Adresse Obmettmann 55, erklärte die Feuerwehr gegenüber unserer Redaktion - zwischen Wülfrath, Mettmann und Wuppertal-Vohwinkel.

Bei einem Deichbruch wäre die Hochwasser-Gefahr groß

In dem Teich befanden sich laut Angaben eines Sprechers der Feuerwehr mehrere Millionen Liter Wasser. Bei einem Deichbruch sei die Hochwasser-Gefahr daher für Mettmann groß gewesen. Der aus dem Teich entspringende Bach fließt in die Mettmanner Innenstadt. Der Bach verläuft dort unterirdisch, der Kanal könne die Wassermassen im Falle eines Deichbuchs nicht auffangen, so die Feuerwehr. Betroffen wäre etwa der Bereich Mettmann-Goldberg.

(red)
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