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Coronavirus: Kreis Mettmann hat jetzt zwölf Verdachtsfälle

Kreis Mettmann : Coronavirus: Kreis Mettmann hat jetzt zwölf Verdachtsfälle

Ein Ehepaar aus Langenfeld zeigt nach Italien-Urlaub Symptome. Damit gibt es im Kreis Mettmann nun 12 Verdachtsfälle.

In Langenfeld gibt es zwei neue Corona-Verdachtsfälle. Der Kreis Mettmann ordnete häusliche Quarantäne für ein Ehepaar an, das in Italien Urlaub machte und „aktuell geringe Symptome zeigt“. Dies teilte die Stadt Langenfeld am Samstag mit. Von den beiden Langenfeldern sei ein Abstrich genommen worden. Nach Angaben des Kreises sind keine Kinder betroffen. „Aus diesem Grund werden aktuell keine Maßnahmen in Kitas oder Schulen getroffen“, sagte Stadtsprecher Andreas Voss.

Der neue Fall weist Parallelen zum ersten Corona-Alarm in Langenfeld auf: Vorigen Dienstag hatte der Kreis Mettmann mitgeteilt, bei einer Langenfelderin seien nach Rückkehr aus einem Urlaub in der oberitalienischen Lombardei klinische Symptome aufgetreten. Gemeinsam mit ihrem Mann stand die Frau zu Hause unter medizinischer Beobachtung – bis die Ärzte tags darauf Entwarnung gaben. Der Corana-Verdacht hatte sich nicht bestätigt.

Die Verbindung zu Norditalien, das in Europa von der Pandemie am härtesten betroffen ist, war es auch, die die Bettine-von-Armin-Gesamtschule in Richrath am Donnerstag veranlasste, ein für den 26. März geplantes internationales Forum abzusagen. An dem von der EU bezuschussten Projekt hätten auch Gäste aus Desenzano (Gardasee) teilnehmen sollen.

Im Kreis Mettmann stieg die Zahl der Infizierten am Wochenende um vier auf sechs, allesamt in Erkrath. Vier Erkrather, die Kontakt zu einer bereits erkrankten Person hatten, seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden, teilte die Kreisverwaltung am Samstag mit. Bis Sonntagnachmittag wurden laut Pressesprecherin Daniela Hitzemann keine neuen Erkrankungen festgestellt. Allerdings habe sich die Zahl der Verdachtsfälle um fünf auf zwölf erhöht (um drei in Erkrath auf fünf und je einen in Mettmann und Heiligenhaus). Neben den zwei Verdachtsfällen in Langenfeld gibt es aktuell noch drei in Ratingen.

Zentraler Anlaufpunkt ist das Diagnosezentrum in Mettmann

Zu Schließungen von Kitas oder Schulen kam es im Kreis Mettmann bislang nicht – mit einer Ausnahme: In Ratingen blieb die Helen-Keller-Förderschule am Freitag vorsorglich geschlossen. Der Infektionsverdacht bei einer Schülerin wurde laut Hitzemann jedoch nicht bestätigt, so dass die Schule am Montag wieder öffnet.

Zentraler Anlaufpunkt im Kreis Mettmann ist das Corona-Diagnosezentrum auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses in Mettmann. Ärzte wie Johannes Podlinski mahnen weiter zur Vorsicht, warnen aber zugleich vor Panik oder Hysterie. „Für die meisten Menschen ist diese Krankheit nicht gefährlich“, betont der Ratinger. Für den Laien seien die Corona-Symptome von einer normalen Influenza nicht zu unterscheiden.

Alle Anfragen rund um das Virus und auftretende Symptome werden wochentags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr vom Service-Telefon des Kreises unter der Telefonnummer 02104/99 35 35 beantwortet. Dort ermitteln die Mitarbeiter, ob ein Verdachtsfall wahrscheinlich ist.

(gut)