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Corona - drei Verdachtsfälle im Kreis Mettmann

Kreis Mettmann : Corona-Virus: Der Kreis bestätigt drei Verdachtsfälle

Zwei junge Erkratherinnen und eine Frau aus Langenfeld stehen samt Familien unter häuslicher Beobachtung.

Der Kreis Mettmann hat drei erste Corona-Verdachtsfälle. Das teilte Kreissprecherin Daniela Hitzemann am Dienstagnachmittag mit. Bislang hatte sich immer nur ein Vorverdacht ergeben, der sich nicht bestätigte, wie beispielsweise vor Kurzem in Haan.

Im ersten Fall handelt es sich um eine junge Frau aus Erkrath, die laut Hitzemann klinische Symptome aufweist und über eine Veranstaltung in Düsseldorf Kontakt zu einer im Kreis Heinsberg bereits positiv getesteten Person hatte. Zurzeit steht die Frau mit ihrer Familie (Ehemann, zwei Kinder) zu Hause unter Beobachtung.

Frau aus Mailand zeigt klinische Symptome der Krankheit

Beim zweiten Fall handelt es sich laut Kreis ebenfalls um eine junge Frau, die aus Mailand kommend ihre Familie in Erkrath besucht. Auch sie zeigt klinische Symptome und steht zusammen mit ihrer Familie unter häuslicher Beobachtung.

Beim dritten Fall handelt es sich um eine Urlaubsrückkehrerin aus der Lombardei, die ebenfalls mit ihrer Familie (Mann und Kind) in Langenfeld in der häuslichen Umgebung überwacht wird.

In allen drei Fällen ist der Verdacht noch nicht bestätigt. Die Ergebnisse der Abstrich­untersuchungen stehen noch aus – sie werden im Laufe des Mittwochs erwartet. „Der Krisenstab des Kreises tagt aktuell regelmäßig. Für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern werden wir ab Mittwochfrüh ein Service-Telefon betreiben“, kündigte Landrat Thomas Hendele an und ergänzte: „Damit entlasten wir zugleich die niedergelassene Ärzteschaft, aber auch die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr.“

Das Service-Telefon wird zwei Aufgaben übernehmen: Zum einen dient das Service-Telefon dazu, allgemeine Fragen aus der Bevölkerung entgegen zu nehmen. Zum anderen soll das Service-Telefon als Clearing-Stelle für Bürger dienen, die glauben, eventuell infiziert zu sein. Mittels Abfrage der vom Robert-Koch-Institut definierten Kriterien (Symptome, Aufenthalt in einem Risikogebiet, Kontakt zu einer nachgewiesen infizierten Person) ermitteln die Mitarbeiter des Service-Telefons, ob ein klärungsbedürftiger Verdachtsfall anzunehmen ist und die Person gegebenfalls einer weiterführenden Diagnose zugeführt werden sollte.

Die Vorbereitungen zur Schaffung einer zentralen Anlaufstelle laufen derzeit noch und sind nicht zuletzt von der Mitwirkung der kassenärztlichen Vereinigung abhängig. Bis zur Einrichtung einer solchen Anlaufstelle werden mögliche Verdachtsfälle auf eine Corona-Infektion vom Service-Telefon an das Gesundheitsamt vermittelt. Dort wird dann mit den Betroffenen das weitere Vorgehen geklärt.

Die Mitarbeiter des Service-Telefons sind ab Mittwoch, 4. März, unter der Rufnummer 02104/99 35 35 täglich in der Zeit von 8 bis 20 Uhr zu erreichen. Die Servicezeiten für das Wochenende werden noch kurzfristig bekanntgegeben, hieß es seitens des Kreises.