Das Kinderheim an der Hubertusstraße vergrößert sein Angebot Marianum kann jetzt mehr Kinder betreuen

Krefeld · Das Marianum hat die Inobhutnahme von Kindern für Stadt und Region nach 42 Jahren einvernehmlich aufgegeben. Die Stadt hat bereits einen neuen Träger gefunden. Dafür wird die stationäre Betreuung von Kindern von einem bis zu acht Jahren im Kinderheim an der Hubertusstraße derzeit um eine auf vier Gruppen vergrößert und steht nun 24 Mädchen und Jungen zur Verfügung.

 Harald Dahlke ist Geschäftsführer des Kinderheims Marianum an der Hubertusstraße.

Harald Dahlke ist Geschäftsführer des Kinderheims Marianum an der Hubertusstraße.

Foto: Bischof, Andreas (abi)

Marianum-Geschäftsführer Harald Dahlke sagt: „Unser vergrößertes Angebot richten wir für Kinder ein, deren Eltern erziehungsunfähig sind. Für Mädchen und Jungen, die vorübergehend oder auf Dauer nicht zu Hause betreut werden können oder dürfen. Dabei kann es sich um massive Streitigkeiten in der Familie handeln. Handlungsbedarf besteht auch, wenn eine Erziehungsperson durch Krankheit vorübergehend ausfällt. Dann spricht das Jugendamt uns an. Die Kinder wohnen bei uns, bis sich die Situation gebessert hat oder eine andere Lösung, wie beispielsweise eine Pflegefamilie, gefunden wurde.“ Es gebe jedoch auch dermaßen traumatisierte Kinder, die nie mehr in eine Familie zurückgehen könnten. „Sie werden dann bei uns groß“, sagt der Geschäftsführer. „Wir geben allen eine Hilfestellung.“

Dahlke: „Die Plätze waren ab dem ersten Tag nahezu ausgebucht“

Viele Eltern setzen jedoch alles daran, ihre Kinder wieder zurück zu bekommen. Psychologen besuchen die Erziehungsberechtigten und sprechen mit ihnen, finden heraus, ob sie dauerhaft mit Partnerschaft und Umfeld in der Lage sind, für ihre Kleinen zu sorgen. Fünf Vollzeitkräfte stehen 24 Stunden täglich für jede der vier Gruppen zur Verfügung. Die Erfahrungen der Mitarbeiter ermögliche es, individuell und gezielt auf die besonderen Bedürfnisse der Altersgruppe und ihre Erfahrungen einzugehen. Durch den eigenen Psychologisch-Psychotherapeutischen Fachdienst sei das Marianum für die zeitnahe und intensive Diagnostik gerüstet und könne auch die Perspektiven der Kinder ersehen, sowie die Situation bei den Eltern erfahren. Dahlke: „Die neuen Plätze waren bereits ab dem ersten Tag nahezu ausgebucht, was die Notwendigkeit der Betreuungsform bestätigt und uns in unserer Entscheidung der Erweiterung des Angebotes bestärkt.“

Die Kleinkinder haben einen vergrößerten Spielbereich

 Das Marianum bietet abwechslungsreiche Allgemeinflächen und gesondert geschützte Spielbereiche an, die derzeit im Rahmen des Spendenprojektes „Spielmöglichkeiten im Marianum“ erweitert werden. So wurde eine zusätzliche große Spielwiese angelegt und darauf ein großes bodentiefes Trampolin für die Nutzung bei jeder Witterung installiert. „Die Kleinkinder haben einen vergrößerten Spielbereich.“ Das Außengelände stehe auch den Mädchen und Jungen aus der Nachbarschaft sowie der hauseigenen Kindertagesstätte zur Verfügung.

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