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Zum Austausch nach Amerika - Basketball statt Handball

Zum Austausch nach Amerika - Basketball statt Handball

Der Gesamtschüler David Termast aus Fischeln geht für ein Jahr in die USA. Sportlich muss er sich dann wohl etwas umstellen.

Krefeld. In welcher Stadt und mit wem David Termast in diesem Jahr Weihnachten feiern wird, weiß der Teenager noch nicht. Das gilt auch für seinen 17. Geburtstag am 23. Dezember. Nur so viel ist sicher: Beide Ereignisse wird der junge Fischelner in den USA erleben.

David Termast ist der diesjährige Stipendiat des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP). Auf Einladung des Deutschen Bundestages wird er ein Schuljahr in den Vereinigten Staaten verbringen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling hat den Schüler der Gesamtschule Kaiserplatz unter einer Vielzahl von Bewerbern für das USA-Stipendium ausgewählt.

Über das PPP kann jeder Abgeordnete pro Jahr einem Schüler oder einem jungen Berufstätigen aus seinem Wahlkreis einen zehnmonatigen USA-Aufenthalt vermitteln.

Voraussetzung sind nicht nur gute Noten, damit die hiesige Schullaufbahn nicht zu sehr belastet wird. Auch eine aufgeschlossene Persönlichkeit und die Bereitschaft zum Engagement seien wichtige Kriterien, denn die Jugendlichen „sollen vor Ort junge Botschafter ihres Landes sein“, heißt es aus Berlin. „Alle diese Voraussetzungen bringt David Termast in besonderem Maße mit“, so Ansgar Heveling.

In welchen Bundesstaat die Reise geht, ist noch offen. „Vielleicht erfahre ich das erst kurz vorher“, sagt der Gesamtschüler. Entsprechend kennt er auch die Familie noch nicht, die den Gast aus „Germany“ aufnehmen wird. „Ich lasse alles auf mich zukommen.“ Vor der Sprache ist ihm nicht bange, das werde nach wenigen Wochen im Land schon gut klappen.

Es sei schon immer sein Traum gewesen, ein Jahr in den „Staaten“ zu verbringen. Ein früherer Freund sei Amerikaner gewesen und habe immer von der Heimat geschwärmt. Auch seine Großeltern, die das große Land jenseits des Atlantiks bereits mehrfach bereist hätten, erzählten nur Positives. Für David Termast wird es dagegen eine Premiere sein.

Anfang August geht es los. Dann wird David Termast ins Flugzeug steigen, um ein Jahr lang bei einer Gastfamilie zu leben und den amerikanischen Alltag kennenzulernen. Während seine Schulkameraden die elfte Klasse am Niederrhein absolvieren, wird er die örtliche Highschool besuchen.

Sein großes Hobby muss das Vereinsmitglied des DJK SV Adler Königshof für diese Zeit allerdings vermutlich ruhen lassen: Handball zählt nun einmal nicht zu den typischen Sportarten zwischen New York und Los Angeles.

Dafür freut sich der 16-Jährige auf Football und Basketball: „Ich bin 2,10 Meter groß.“