Zu teuer: Verwaltung will vier Sportplätze in Krefeld schließen lassen

Stadt Krefeld plant Schließungen : Zu teuer: Verwaltung will vier Sportplätze schließen lassen

In Krefeld verursachen zu viele Sportanlagen zu hohe Kosten, deswegen sollen jetzt die Anlagen Schroersdyk, Randstraße, Kaiser-Wilhelm-Park und Gellep sollen wegfallen. Andere werden saniert.

Seit einem Jahr arbeitet eine vom Sportausschuss eingesetzte Kommission daran, die Zukunft des Krefelder Sports zu gestalten. Jetzt liegen erste Erkenntnisse dazu vor. Mit dem Resultat: Krefeld hat zu viele Sportanlagen, die zu viele Kosten verursachen. Deshalb will die Verwaltung vier Sportplätze schließen lassen. Es trifft die Anlagen am Schroersdyk, an der Randstraße, im Kaiser-Wilhelm-Park und in Gellep.

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Lutz Thieme und seinem Team des Rhein-Ahr-Campus entwickelte die Sportstättenkomission eine Prioritätenliste, die anhand eines errechneten Index, die Notwendigkeit der einzelnen Sportanlagen bewertete. Dabei wurden die Kriterien Schulsport, Vereinssport und die im Quartier vorhandene Sozialstruktur berücksichtigt. Raus gekommen ist eine Liste, an dessen Ende die vier genannten Anlagen stehen.

„Wir haben zu viele Anlagen, deren Nutzung nicht ausreichend passt. Es fehlt an qualitativen, nachhaltigen und hochwertigen Freianlagen“, sagt Sportamtsleiter Oliver Klostermann. Deshalb soll die Anzahl der Anlagen verkleinert werden. Im Gegenzug werden fünf Sportplätze modernisiert (Horkesgaht, Sprödentalplatz, Löschenhofweg, Gladbacher Straße und die Hubert-Houben-Kampfbahn). Ziel sei es laut Klostermann, den von den Schließungen der Anlagen betroffenen Vereinen Trainings- und Spielzeiten auf alternativen Anlagen zu ermöglichen. Wann die vier Sportplätze geschlossen werden sollen, teilte die Verwaltung nicht mit. Die betroffenen Anlagen im Überblick:


Schroersdyk Die Bezirkssportanlage am Schroersdyk ist seit vielen Jahren die Heimat des SC Viktoria Krefeld. Eine Schließung würde die Fußballer hart treffen. Der Traditionsverein hat neun Mannschaften, die am laufenden Spielbetrieb teilnehmen, davon drei Herren-, fünf Jugend- sowie eine Alt-Herren Mannschaft.


Gellep Der Sportplatz in Gellep liegt mitten in einem Wohngebiet. Schon seit vielen Jahren wird über einen Neubau an anderer Stelle gesprochen, um die Anwohner an der Sportanlage zu entlasten. Erst im November stimmte die großen Fraktionen der Bezirksvertretung Uerdingen einer Verlegung zu, der Antrag lag bei der Stadt Krefeld.


Kaiser-Wilhelm-Park Gleich mehrere Sportarten sind derzeit am Kaiser-Wilhelm-Park beheimatet. Neben den Fußballern des VfR Krefeld, tragen auch die American Footballer der Krefeld Ravens ihre Heimspiele auf der Bezirkssportanlage aus. Wie bereits vor einigen Monaten bekannt wurde, werden die Ravens aber eine neue Stätte am Sprödentalplatz bekommen.

Die Anlage dort wird für fünf Millionen Euro saniert und soll vor allem für Randsportarten wie Football oder Baseball dienen. Derzeit geht die Verwaltung von einer Fertigstellung im Jahr 2023 aus.


Randstraße Die Sportanlage an der Randstraße wird von den Fußballern des Anadolu-Türkspor Krefeld genutzt. Der Verein besitzt keine Jugendabteilung, einzig zwei Herren-Teams in der Kreisliga C sind aktiv. Zudem war die Anlage Heimat der Krefeld Crows.